Tetz - Linnicher CDU schickt Witkopp ins Rennen

Linnicher CDU schickt Witkopp ins Rennen

Von: Otto Jonel
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Wolfgang Witkopp (2.v.l.) wird mit der Unterstützung der CDU erneut um das Bürgermeisteramt kämpfen, links Josef Wirtz, rechts Bezirksgeschäftsführer Bernd Ramakers, 2.v.r.Stadtverbandsvorsitzender Torsten Chalak. Foto: Jonel

Tetz. Der Kandidatenkreis derer, die am 13. September um das Amt des Bürgermeisters in Linnich antreten werden, schließt sich. Amtsinhaber Bürgermeister Wolfgang Witkopp will es noch einmal wissen. Der CDU-Stadtverband Linnich hat den Parteifreund Witkopp am Donnerstagabend in der Gaststätte Zum Treffpunkt in Tetz zu seinem Kandidaten bestimmt.

Witkopp erhielt eine deutliche, wenn auch keine überragende Zustimmung. 37 der anwesenden 51 Parteimitglieder stimmten für den – einzigen – Kandidatenvorschlag, drei enthielten sich, elf Stimmberechtigte lehnten den Kandidaten ab.

„Ich nehme die Kandidatur an und versuche die zu überzeugen, die mich nicht gewählt haben“, kommentierte Witkopp das Ergebnis. Die Nominierung war selbst für den dienstältesten hauptamtlichen Bürgermeister im Kreis Düren kein Alltagsgeschäft. Fiebernd und sichtlich von einem viralen Infekt gezeichnet verlieh ihm das Adrenalin die Kraft, den Abend durchzustehen. Seine Bewerbungsrede war entsprechend kurz.

Wolfgang Witkopp gab sich nicht als Visionär oder charismatische Führungspersönlichkeit, sondern als Erster unter Gleichen, als Mannschaftsspieler mit Kapitänsbinde. Seit seiner Amtseinführung am 1. Februar 1996 habe er sich gewünscht, „im politischen und im Verwaltungsraum Menschen zu finden, die mich bei meiner Aufgabe unterstützen“. Für die Verwaltungsmitarbeiter gelte dies ausnahmslos, nicht nur in der Vergangenheit, sonder auch für die nächsten fünf Jahre.

Eine Leistungsschau auf zwei Jahrzehnte im Amt des Ersten Bürgers ersparte sich Witkopp. Das sei in den jährlichen Tätigkeitsberichten der Verwaltung dokumentiert. Zu den großen Zukunftsaufgaben zählte er die Aufnahme von Flüchtlingen in der Stadt und die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts. Die lange Amtszeit von fast 20 Jahren mag ein Grund dafür sein, dass Wolfgang Witkopp nicht Visionen, sondern dem Bewahren des Bestehenden Vorrang einräumte. Beispielhaft nannte er den Erhalt des Krankenhauses und der Notfallpraxen in den Nachbarkommunen Jülich und Erkelenz. „Unter allen Umständen gilt es, das Glasmalerei-Museum zu erhalten“, stellte der Bürgermeister, gleichzeitig Vorsitzender der Museumsstiftung, mit besonderem Nachdruck heraus.

Wolfgang Witkopp malte das Linnicher Bild nicht nur mit dunklen Farben. Die Kindergärten und die Schulen seien zukunftsfähig gemacht worden, und die Umsetzung der Idee von NRW.Urban, in jedem Ort der Stadt ein Neubaugebiet zu erschließen, schreite voran. „Wir sind in vielen Bereichen auf einem guten Weg, und diesen Weg sollten wir weiter verfolgen“, schloss Witkopp.

Aufruf zur Unterstützung

Landtagsabgeordneter Josef Wirtz hatte zuvor schon an die Linnicher Parteifreunde appelliert, ihren Kandidaten im Wahlkampf uneingeschränkt zu unterstützen. „Die CDU hat ein elementares Interesse, wieder die meisten Bürgermeister und Landräte in NRW zu stellen.“ Nur über die „kommunale Familie“ habe die CDU immer die Führung auf Landes-. und Bundesebene erstritten. Ziel müsse es daher sein, „dass auch in Linnich nach dem 13. September wieder ein Christdemokrat an der Spitze steht“, stimmte Wirtz die Parteifreunde auf einen engagierten Wahlkampf ein.

Wirtz streifte kurz die Situation im Kreis. Am 2. Juni wird die CDU auf Kreisebene ihren Kandidaten zur Landratswahl bestimmen. „Ich gehe davon aus, dass es der Amtsinhaber sein wird“, gab Wirtz seine „ persönliche Meinung“ wieder.

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