Titz/Linnich - Linnich und Titz teilen sich Sheriff-Arbeit

Linnich und Titz teilen sich Sheriff-Arbeit

Von: hfs.
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Titz/Linnich. Die interkommunale Zusammenarbeit kommt voran. Jüngstes Beispiel: Der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Gemeinde Titz und der Stadt Linnich zur kooperativen Wahrnehmung des Bereitschaftsdienstes der örtlichen Ordnungsbehörden.

Der Anstoß kam vom Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, der schon als Beamter bei der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) NRW die Vorteile einer solchen Zusammenarbeit zur Senkung der Kosten kennen gelernt hatte.

Außerhalb der allgemeinen Dienstzeiten sind Ordnungsämter der Städte und Gemeinden dazu verpflichtet, einen Bereitschaftsdienst zur Wahrnehmung der Aufgaben der örtlichen Ordnungsbehörden zu unterhalten. Dabei sind die Aufgaben vielfältig. Sie reichen von der Unterbringung nach dem Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Erkrankungen, über die Beseitigung von Obdachlosigkeit (zum Beispiel bei Zwangsräumung), der grundsätzlichen Sicherstellung von Brand-und Katastophenschutz bis hin zur Anordnung zur Beseitigung einer Ölspur auf öffentlichen Wegen und Straßen bis hin zur Überwachung und Beaufsichtigung im Bereich der Gaststätten-und Gewerbeausübung.

„Bisher unterhält jede Kommune für sich eigenständig einen solchen Bereitschaftsdienst”, sagt Frantzen und unterstreicht, „dass dieser sehr personalintensiv ist.” Bei seinem Antrittsbesuch im November vorigen Jahres bei der Stadt Linnich signalisierte Bürgermeister Wolfgang Witkopp auf Anregung von Frantzen hin die Bereitschaft, die Möglichkeit einer solchen Zusammenarbeit zu prüfen. Grundlage dieses Modells, das erstmals im Kreis Düren ausgeübt wird, war der Bereitschaftsdienst der Stadt Linnich.

„Die Bereitschaftszeiten, die in beiden Kommunen erfahrungsgemäß überwiegend nicht zu Einsätzen führten, generieren aber ein hohes Maß an Freizeitausgleich, der sich in vielen Rückstellungen bemerkbar macht”, sagt Frantzen. Dieser Nachteil lässt sich durch eine Zusammenarbeit für beide Kommunen deutlich reduzieren. So hat man ausgerechnet, dass die Stadt Linnich rund 38 Prozent ihrer Bereitschaftskosten spart. „Bei uns sind dies sogar rund 62 Prozent, umgerechnet auf Personalkosten sind dies eine Viertelstelle oder rund 60 eingesparte freie Tage beim Ordnungsamt.”

Für Frantzen und Witkopp sind das klare Vorzeichen, die Zusammenarbeit zu praktizieren. In Titz hat der Haupt-und Finanzauschuss einstimmig diese Kooperation zugestimmt, der Rat Rat der Landgemeinde will sie nächste Woche absegnen. Die Kommunalaufsicht hat bereits Genehmigungsbereitschaft signalisiert.
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