Linnich rutscht in den Nothaushalt

Letzte Aktualisierung:

Linnich. Kein Krimi-Autor hätte es treffender ersinnen können. Noch vor wenigen Wochen jubelten Linnichs Stadtväter und -mütter über eine millionenschwere Steuernachzahlung, die dem Haushalt 2009 einen satten Überschuss von 3,8 Millionen Euro beschert. Jetzt herrscht Wehklagen.

Mit der Einbringung des Haushalts fürs laufende Jahr überbrachte Beigeordneter Hans-Josef Corsten die Hiobsbotschaft: „Die Stadt ist ab sofort wieder im Nothaushalt.”

„Die Umlagen des Kreises sind mit jährlich 8,4 bis 12,8 Millionen Euro der entscheidende Faktor für den Haushalt der Stadt Linnich”, urteilt Corsten. Ohne diese drastischen Abgaben hätte der städtische Haushalt in 2010 und 2011 „Defizite zwischen 0,2 und 2,6 Millionen Euro” verkraften müssen. „Es wäre noch nicht einmal zwingend ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen”, verdeutlichte Corsten.

Die Realität sieht anders aus. 2010 fährt der städtische Etat ein Defizit von 1,6 Millionen Euro ein, das im nächsten Jahr auf 8,4 Millionen anwächst. Die Stadt kann darauf kaum reagieren. Sie wird zum Rotstift greifen und streichen müssen, was nicht unbedingt notwendig ist. Die Losung auf unabsehbare Zeit lautet: „Mit minimalen Mitteln größtmöglichen Erfolg erzielen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert