Linnich erscheint im Rheinischen Städteatlas

Von: Kr.
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Der Rheinische Städteatlas fÀ
Der Rheinische Städteatlas für Linnich wurde an jetzt in einer Feierstunde an die Stadt übergeben. Foto: Król

Linnich. Erst kürzlich war für die Gemeinde Titz ein Rheinischer Städteatlas heraus gegeben worden und nun wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde auch für die Stadt Linnich ein solcher Atlas vorgestellt.

„Es ist für uns ein kulturpolitisches Highlight und der Städteatlas ein Prestigeobjekt des Landschaftsverbandes Rheinland”, erklärte Karl Gormanns, stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses der Landschaftsversammlung im Rheinland.

Bereits 1972 begann die Bonner Historikerin und Archivarin Edith Ennen damit, für die Städte des Rheinlandes einen solchen Atlas heraus zu geben. 1976 übernahm der LVR diese Aufgabe und seither sind 95 Städte mit einem solchen Städteatlas bedacht worden.

Linnich trägt die Nummer 93, doch wenn das Projekt einmal abgeschlossen ist, werden insgesamt 187 Städte des Rheinlandes in einem solchen Kartenwerk erfasst sein. In diesem Projekt eingeschlossen sind alle Städte, die während des Mittelalters voll entwickelte Städte waren, später zur Stadt erhoben wurden und auch solche, die zur Französischen Zeit um 1798 den Stadt-Status verloren. Bis zum Stichjahr 1961 mussten sie diese Voraussetzungen erfüllen.


Damit sind solche Städte, die durch die kommunale Neugliederung entstanden, ausgeschlossen. Der Rheinische Städteatlas enthält neben topografischen Karten auch Stadtgrundrisse sowie zumeist Luftbildaufnahmen neueren Datums. In einem Textteil gibt es Informationen zur Siedlungsgeschichte, Topografie, Verfassung- und Verwaltungsgeschichte, aber auch zur Kirchen-, Schul- und Bildungsgeschichte, Medizingeschichte, Geschichte der Juden und Sozial-und Wirtschaftsgeschichte. Damit ist dieses Werk ein wahrer Leckerbissen für alle heimatgeschichtlich Interessierten und Historiker.

Doch der Rheinische Städteatlas steht nicht alleine, er ist in einem gesamtdeutschen und europäischen Kontext verwurzelt. Innerhalb Europas existieren bereits über 400 solcher Werke.

„Das Interesse an diesen Werken zeugt vom wachsenden Bedürfnis nach regionaler Identifizierung - nach Heimat. Das Interesse der Menschen an Geschichte und Kulturgeschichte wächst”, bemerkte Karl Gormanns zum Ende seiner kurzen Ansprache. Für Linnich hatte Dr. Wolfgang Löhr den Städteatlas erarbeitet und er ließ es sich nicht nehmen, zur Geschichte der Stadt uns seiner Arbeit Stellung zu nehmen.

Zuvor hatte Prof. Margret Wensky, Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte der rheinischen Landeskunde das Projekt Städteatlas erläutert.

Bürgermeister Wolfgang Witkopp hatte zu Beginn die zahlreichen Gäste begrüßt und dankte zum Abschluss der Veranstaltung dem Landschaftsverband sowie dem Autor Dr. Wolfgang Löhr. „Jeder hat heute Abend etwas Neues über Linnich erfahren und kann in den Karten nun studieren, wo seine Urväter gelebt haben”, schloss er.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Steffen Platte.

Der Linnicher Städteatlas ist für 27,50 Euro im Buchhandel erhältlich.
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