Linnich: CDU-Mannschaft ist aufgestellt

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Linnich. Als letzter Gemeindeverband der CDU im Kreis Düren haben die Linnicher Christdemokraten ihre Reihen geschlossen und die Kandidaten zur Kommunalwahl bestimmt. Unter dem gestrengen Blick von CDU-Kreisgeschäftsführer Bernd Ramakers vollzog sich diese Kandidatenkür in etwas ungewöhnlichem Rahmen.

Nur zwei weitere CDU-Gemeindeverbände halten noch wie Linnich am Delegiertensystem fest, in dem aus den einzelnen Ortsverbänden entsandte Delegierte in der Stadtverbandsversammlung die Kandidaten für Rat oder Kreistag bestimmen. Die Mehrheit der Verbände lässt alle Parteimitglieder über die Kandidatenvorschläge abstimmen. Linnichs Stadtverbandsvorsitzender Wolfgang Witkopp verteidigte das Delegiertensystem entschieden. Es mache Sinn, weil es eine gleichmäßige Beteiligung aller Ortschaften garantiere.

Außerdem schafft so ein Wahlmänner- und -frauensystem eine überschaubare Runde. 56 Stimmberechtigte hätten es in Linnich sein können. Tatsächlich waren es bei den entscheidenden Wahlgängen um die örtliche Kandidatenliste 48 Delegierte, die ihre Wahlzettel in die Urne warfen.

Die waren sich in ihrem Votum nahezu völlig einig. Gegenstimmen blieben die Ausnahme. Bei der Aufstellung der Direktkandidaten für die 16 Stadtwahlbezirke entfiel nur auf fünf Kandidaten jeweils eine Gegenstimme. Die 16 Koppelkandidaten behielten gar eine makellose Weste. Hier gab es allenfalls Enthaltungen - mutmaßlich von den Kandidaten selbst. Nur bei den 37 Kandidaten der Reserveliste war das Paar „ein Nein, eine Enthaltung” die Regel - gemessen an dem Block von mindestens 44 Befürwortern vernachlässigbar. Da wundert es nicht, dass Stadtverbandsvorsitzender Witkopp geradezu ins Schwärmen geriet, „dass die Linnicher CDU ein geschlossenes Bild abgibt”.

Das honorierte auch Josef Wirtz, der für die CDU und den Nordkreis Politik im Düsseldorfer Landtag macht. Er hatte diesmal zwei Botschaften von Gewicht im Reisegepäck. Dass das Land erst wenige Stunden zuvor mit Lutz Lienenkämper einen neuen Bau- und Verkehrsminister bekommen hatte, war manchem Parteigänger im Martinuszentrum noch völlig neu. Von den 1,2 Millionen Euro, die Linnich aus dem Konjunkturpaket II erhalten wird, hatten die meisten aber schon gehört. In den nächsten Wochen werde, so Wirtz, die Ausführungsbestimmung festgelegt. Sicher sei aber eines jetzt schon: „Aufträge bis 100000 Euro kann die Kommune frei vergeben.”

Auch wenn Wirtz zum neuen Datum der Kommunalwahl - Souverän der Terminansetzung ist allein der Innenminister - nichts sagen konnte, so gab er doch einen Blick in die Zukunft preis. Die Legislaturperiode 2009 bis 2014 werde zeitlich so festgelegt, dass Kommunalwahlen und Europawahlen an einem Tag stattfinden. Dann sei der Terminstreit endgültig beigelegt.

Werbung um Wählerauftrag

Helga Conzen und Linnichs CDU-Fraktionschef Hans-Willi Dohmen kennen sich natürlich nicht nur aus gemeinsamen Kreisausschüssen. Auch inhaltlich lagen ihre Beiträge zur politischen Arbeit auf Kreis- und Stadtebene weitgehend parallel. Beide verwiesen auf die Anstrengungen, die zum Abbau des - nicht nur im Materiellen bestehenden - Sanierungstaus unternommen werden müssten, der von den Vorgängerregierungen hinterlassen worden sei. Beide erklärten die Arbeit zum strukturellen Aufbau von Kreis und Stadt für noch nicht vollendet. Beide riefen dazu auf, „sehr selbstbewusst über das zu reden, was wir gemacht haben”, so Helga Conzen, und um den Wählerauftrag zu werben, die begonnene Arbeit fortzuführen.
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