Linnich: Bürgerinitiative zur Windenergie gegründet

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Sie werden die BI zur Windenergie nach außen vertreten. Von links Achim Karlowicz, Hans Willi Lehnen, Frank Engelen, Justus Peters, Hermann Josef Braun und Stefan Sikora. Foto: Kròl

Gereonsweiler. Der Widerstand in der Linnicher Ortschaft Gereonsweiler gegen den Windpark in unmittelbarer Nachbarschaft hat sich formiert. In der Gereonsweiler Bürgerhalle trugen sich 41 Bürger in die Mitgliederliste ein und hoben damit die „Bürgerinitiative zur Windenergie“ aus der Taufe.

„Wir haben extra die Bezeichnung „zur Windenergie“ gewählt, denn wir sind nicht grundsätzlich gegen Windkraft,“ betonte Achim Karlowicz, einer der Mitinitiatoren. Weiterhin bestimmte die Versammlung mit Hans Willi Lehnen, Hermann Josef Braun, Frank Engelen, Stefan Sikora und Achim Karlowicz fünf Männer, die die BI nach außen vertreten und die Fäden in der Hand halten. Sie beauftragte außerdem Justus Peters, ihre Belange rechtlich zu vertreten.

Kurz hatte Achim Karlowicz zu Beginn der Versammlung das bisherige Vorgehen noch einmal Revue passieren lassen. Im Juni diesen Jahres hatten die Stadt Linnich und das Planungsbüro von der Heide bei einer Informationsveranstaltung das Projekt vorgestellt. Demnach sollen zwischen Gereonsweiler, Welz, Linnich, Lindern und Beeck in einem Dreieck, dass von der B57, der L226 und der K6 begrenzt und teilweise auch anschnitten wird, 21 neue Windräder mit einer Nabenhöhe von 135 Metern gebaut werden. Schon bei dieser Infoveranstaltung regte sich der Widerstand.

Zurzeit läuft die Offenlegungsphase, in der Bürger noch bis zum 21. August Gelegenheit haben, ihre Bedenken darzulegen. Diese Möglichkeit wollen die Bürger nutzen und eine 14-seitige Stellungnahme hat Justus Peters bereits zum Gutachten verfasst. Es soll der Stadt fristgerecht übergeben werden. Kurz umriss der Jurist, welche Punkte er in seiner Gegendarstellung aufgelistet hatte. Dabei hatte er vor allem dem Lärmgutachten sein Augenmerk geschenkt. „Das Gutachten bezieht sich auf Herstellerwerte. Es wurden keine Messungen am laufenden Gerät vorgenommen“, kritisierte er unter anderem. Außerdem konnte er nicht einsehen, dass bei der Region rund um Linnich von einer ausgeräumten Landschaft die Rede war.

Ungereimtheiten

„Das ist hier eine abenteuerliche Massierung von Windrädern. Steht man auf der Anhöhe bei Boslar, zählt man rundum etwa 100 Windräder und jetzt sollen noch einmal 21 dazu kommen. Auf ein paar mehr oder weniger kommt es da wohl nicht an“, bemerkte er. Etliche Ungereimtheiten hatte er im Gutachten aufgetan. Er vermisste eine Stellungnahme zum Infraschall, das Artenschutzgutachten zweifelte er an und einiges mehr.

Außerdem, so berichtete er, werden in diesem Gutachten Messpunkte in Linnich und Welz aufgezeigt, doch bisher wurden die Bürger nicht informiert. Allerdings, so war unter der Hand zu erfahren, seien nun auch Infoveranstaltungen in Linnich und Welz geplant.

„Wenn man sich nicht wehrt, gibt man auch keine Denkanstöße“, erklärte dann auch abschließend Peters und Achim Karlowicz sagte: „Wir haben jetzt erst einmal die Gereonsweiler BI auf die Beine gestellt. Falls Linnich und Welz sich auch zu diesem Schritt entschließen, sollten wir miteinander vorgehen.“ Kr.

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