Linnich bekommt Fahrräder mit Elektromotor

Von: ojo
Letzte Aktualisierung:
Die E-Bikes, die Frithjof Gers
Die E-Bikes, die Frithjof Gerstener der Stadt Linnich zum Geschenk machte, sind jüngster Zuwachs im Fuhrpark des Rathauses. Bürgermeister Wolfgang Witkopp (r.) war nach der Probefahrt höchst angetan. Foto: Jonel

Linnich. Das Inventar des Linnicher Rathauses ist um zwei blaue Diamanten reicher. Es sind zwar nicht die teueren Edelsteine, aber ökologisch wertvoll sind die beiden E-Bikes dennoch. Gespendet wurden sie „zur freien Verwendung” von RWE Deutschland.

„Das war eine wunderbare Idee, dem Rathaus zwei E-Bikes zur Verfügung zustellen”, freute sich Bürgermeister Wolfgang Witkopp, selbst eifriger Fahrradfahrer, bei der Übergabe der Räder mit dem unterstützenden Elektroantrieb. Schöpfer der Idee war Frithjof Gerstner, Kommunalbetreuer der RWE Deutschland AG, der die beiden hellblau lackierten Räder persönlich übergab.

Gerstner machte bei seinem Besuch deutlich, dass die Diamant-E-Bikes weit mehr seien als ein trendiges Freizeitgerät. Gemeinsam mit der Stadt wolle das Energieunternehmen „E-Bikes in den öffentlichen Alltag integrieren und möglichst viele Bürger für dieses Zukunftsthema gewinnen”. Denn dass das Fahrrad mit dem unterstützenden, fast lautlosen Elektromotor ein Fortbewegungsmittel der Zukunft ist, steht für Gerstner außer Frage. Ein Blick auf die Preistafeln der Tankstellen stützt diese Einschätzung nachhaltig.

Linnich ist nicht die erste Kommune, die RWE Deutschland mit den flotten Rädern ausstattet. „Über 60 haben wir schon unters Volk gebracht”, überschlägt Gerstner das bisherige Engagement in seinem Zuständigkeitsbereich, der vom Kreis Düren bis zum Kreis Neuss reicht. Im Nordkreis ist lediglich noch Jülich ohne „Diamant”. Noch.

Mit den beiden Rädern, ein Damenfahrrad-Modell und eins mit Mittelstange für den Herren, wurden gleich zwei Ladestationen geliefert. Eine ist bereits neben dem Rathauseingang installiert. „Die zweite werden wir wohl am Glasmalerei-Museum einrichten”, überlegte Bürgermeister Witkopp. Dieser Service käme letztlich auch dem Museum zugute, das mit dieser Dienstleistung für Radtouristen mit einem Akku unter dem Gepäckträger deutlich an Attraktivität gewinnen dürfte.

Die beiden Elektoräder, die dank ihres niedrigen Gewichts und einer 27-Gang-Schaltung auch ohne Motor-Unterstützung problemlos zu fahren sind, wie Wolfgang Witkopp angenehm überrascht feststellte, werden vorerst wohl als Dienstfahrzeuge von Verwaltungsmitarbeitern genutzt werden. An Nachfrage dürfte kein Mangel herrschen.

Der Anteil von Elektrofahrrädern im Straßenverkehr wächst zwar stetig, aber nicht so rasant wie beispielsweise in den Niederlanden. RWE will mit dieser und anderen Aktionen „die Menschen für klimafreundliche Mobilität begeistern”. 2,2 Millionen Räder mit Elektromotor sollen bis zum Jahresende in Europa über Straßen und Wege rollen.

Viel? In China surren nach Schätzungen schon 120 Millionen E-Bikes durch den Verkehr. Jährlich kommen 20 Millionen hinzu.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert