Linnich - Linnich bejubelt Kabarett-Premiere: Gelungene „Welturaufführung“

Linnich bejubelt Kabarett-Premiere: Gelungene „Welturaufführung“

Von: ptj
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Welturaufführung gelungen: Das Kabarett-Quartett „Fun fatal“ mit (v.l.) Gerd und Annemarie Gottwald, Sandra Köberich und Petra Meskes bietet seinem Publikum einen vergnüglichen Abend. Foto: Jagodzinska

Linnich. Mit Sketchen, Songs und Selbstgemachtem erlebten die Gäste im gut gefüllten Martinuszentrum eine gelungene „Welturaufführung“ im Rahmen des Linnicher Kultursommers. Das Kabarett-Quartett „Fun Fatal“ feierte mit seinem knapp zweistündigen Programm zum Thema „Männer – Frauen – Alkohol“ im Martinszentrum Premiere.

Das Publikum hatte mächtig Spaß und spendete den Kabarett-Newcomern kräftigen Applaus.

Sandra Köberich hatte eine Zeitungsannonce geschaltet und darin ihre Suche nach Mitstreitern für ein Kabarettprogramm bekundet. Es fanden sich das Ehepaar Annemarie und Gerd Gottwald aus dem Linnicher Kirchenchor und Petra Meskes. In unzähligen Proben stellte das Quartett mit eigenen und modernisierten Texten einen bunten Mix aus Comedy, Chanson, Show- und Theaterelementen zusammen.

Vierstimmig wünschten die vier talentierten Debütanten einen „guten Abend und hallo zu unserer kleinen Show“ und kündigten „etwas Ernst und jede Menge Spaß“ an.

Spezialgebiet der Gottwalds sind Sketche. So lernten sie sich unter anderem in einem Zug kennen, sie fein und gebildet, er ungebildet und mit derber Umgangssprache. Das Gespräch zwischen beiden wurde immer verworrener, während sich das Publikum zunehmend amüsierte. Schließlich reiste er an ihrer statt nach Weimar, um den antiken Schreibtisch zu kaufen, wo „Schiller die Maria Stuart bearbeitet hat“. Die beiden jüngeren Damen glänzten vor allem mit Chansons, solo und im Duett. In Outfit und Gebaren erinnerten beide an eine „Femme fatale“, daher wohl der Name des Kabarett-Quartetts.

Thema der Lieder in deutscher und englischer Sprache war natürlich das andere Geschlecht, vor allem misslungene Beziehungen. So waren beide unwissentlich mit „Paul“ verbandelt. Als sie von der jeweils „anderen“ Frau erfuhren, verließen ihn beide und freundeten sich an. Nun unterstützt eine die andere in ihren Beziehungen zum vermeintlich starken Geschlecht. „Bitte, bitte – spring doch vom Balkon“, war eines ihrer Lieder überschrieben.

Gemessen am Spaß des Publikums, gehörte die göttliche Rolle der Gottwalds sicher zu den Höhepunkten der Show. Sie saß im schillernden Zaubergewand in einem mit Tuch ausstaffierten Stuhl, im Zwiegespräch mit Eva im Garten Eden. Als Kompromiss für ihren Wunsch, einen Gatten an ihrer Seite zu haben, musste sich Eva auf einen schlechten Charakter ihres Mannes einlassen. Außerdem handelte Gott – von Frau zu Frau – mit Eva aus, Adam im Glauben zu lassen, er sei zuerst erschaffen worden.

Gerd Gottwald konterte im Anschluss, ganz in Weiß gewandet, mit Nimbus aus Watte und jeder Menge Kuscheltiere. Als „kompetenter Welterschaffungsmanager“ erschuf er zuerst den Esel und handelte mit ihm eine Lebenserwartung aus. Als ganz zum Schluss der Mann an der Reihe war, schenkte ihm Gott 20 Jahre lang ein männliches Leben. Mit der Heirat wurde er dann zum Esel, später zum Hund seiner Familie, zum Affen seiner Enkel.

Gerd Gottwald war es auch, der mit dem Lied „Zehn kleine Weizenkörner“ das Thema Alkohol ins Programm brachte, das immer breiteren Raum einnahm. Am Ende hörte Gottwald sogar die Engelchen singen, die dann als romantische Slapstick-Exemplare sogar auf die Bühne traten.

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