Jülich - Liederabend voller Poesie und Melodik

Liederabend voller Poesie und Melodik

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Sie boten in der Jülicher Schlosskapelle einen bemerkenswerten Liederabend (v. li.): Der Pianist Rainer Friedrich, die Sopranistin Johanna Kurth und Beate Heuser (Mezzosopran).

Jülich. Ein Repertoire das von Klassik und Oper bis hin zu Liedschaffen reichte, bestimmte einen bemerkenswerten Liederabend in der Jülicher Schlosskapelle mit Mezzosopranistin Beate Heuser (Kirchberg/München), Sopranistin Johanna Kurth (Selgersdorf) und dem Pianisten Rainer Friedrich (München).

Neben den lyrisch kantalinen Normen eines Robert Schumann, mit der strengen und poetisch eigenen Gefühlswelt, oder dem bemerkenswerten Liedschaffen eines Gustav Mahler, mit dem Stimmungsgehalt einer Traumwelt, standen die volksliedhaften und ariosen Klavierlieder von Mozart im Mittelpunkt.

Auch die einfache und elementare Tonsprache von Händel und die sprühende Melodik in den Verzierungen von Rossini sowie die eigene, elementare Klangkombination eines Gershwin begeisterte die Zuhörer. Zusammengefasst bot das Ensemble eine höchst anspruchsvolle Programmgestaltung mit Poesie und heiterer Formulierung.

Fauchende Komik

Die Singstimmen fanden in geradezu spielerischer Diktion zueinander und vollführten im Katzen-Duett (Rossini) fast eine fauchende und angriffslustige Komik.

Einige Gegensätze offenbarten sich dagegen im Ausdruck mit Schumanns „Dichterliebe”. Im Zyklus der zugrunde liegenden poetischen und musikalischen Idee wendet sich das Klavier von den realen Aussagen des Textes zum eigenen Gefühlsausdruck, in dem Rainer Friedrich eine spürbar wirkungsvolle Spielweise gefunden hatte. Schade, dass die Singstimme diesem Stimmungsgehalt aus der linierten Darstellung in der dunklen Färbung nicht ganz folgen konnte.

Gerade weil sich Beate Heuser und Johanna Kurth - neben ihren Berufen als Medizinisch technische Assistentin oder Logopädin - diesen „künstlerischen Schatz” mit fundierter Aus- und Weiterbildung bewahrt und perfektioniert haben, verdient dieses Bemühen „eine besondere Note”, die von zahlreichen Besuchern in der Schlosskapelle mit Begeisterung gefeiert wurde.
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