Lieblingsplätze: Grüne Kleinode mitten in Jülich

Von: dol
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Käthe Schopen geht mit ihrem Hund Ronny täglich rund anderthalb Stunden spazieren und findet die kleine Brücke über den Ellbach zwischen Bahnhof- und Kartäuserstraße landschaftlich besonders reizvoll. Foto: Dolfus

Jülich. „Der Anfang war nicht leicht“, sagt Käthe Schopen. Sie meint ihren Umzug vom ländlichen Ameln ins Mittelzentrum Jülich. Vor etwa fünf Jahren zog sie mit ihrem Mann Paul-Hubert aus einer Reihe von Gründen in eine kleinere Wohnung in die Herzogstadt. 62 Jahre hat sie in Ameln gelebt, ist sogar dort geboren. „Es ist mir schwergefallen, aus meiner Heimat wegzugehen.“

Dennoch hat sie den Neuanfang nicht bereut, im Gegenteil: „Ich hätte nicht gedacht, dass Jülich so grün und so schön ist!“ Denn wenn sie früher zum Einkaufen in die Rurstadt kam, hielt sie sich meist nur im Innenstadtbereich auf. Erst seit dem Umzug entdeckte sie nach und nach die landschaftliche Schönheit rund um und mitten in der Stadt.

Malerisch

Mit ihrem Hund Ronny, einem Mischling, den sie vor zehn Jahren aus einer spanischen Tötungsstationen rettete, unternimmt sie täglich weite Streifzüge durch die Straßen und Grünanlagen. Und dabei hat sie gleich mehrere Lieblingsplätze ausfindig gemacht.

Einer davon ist im Herzen der Stadt und liegt dennoch versteckt. Am Rad- und Fußweg, der sich zwischen der Bahnhof- und der Kartäuserstraße befindet, liegt ein Kleinod mit viel Grün und Wasser. Hier fließt der Ellbach malerisch unter einer hölzernen Brücke hinter den Gärten der Stadthäuser entlang.

In einiger Entfernung ragt ein umgefallener Baumstamm über den Bachlauf, das Wasser plätschert leise über ein kleines Wehr. „Ist das nicht schön, richtig romantisch?“ schwärmt Käthe Schopen. „Ich sag‘ immer: Das ist wie ein Stück Eifel.“

In der Kartäuserstraße kommen auch Erinnerungen an ihre Lehrzeit als Wirtschafterin auf, die sie unter anderem auch in das Haus des damals in Jülich prominenten Studiendirektors Dr. Halbsgut führte. „Im Alter von 45 Jahren habe ich ja dann noch das Examen zur Altenpflegerin gemacht“, erinnert sich Käthe Schopen, dass sie ihre erste Ausbildung eigentlich ihrer Mutter zu Liebe absolviert hat.

Heute widmet sie ihre Zeit Tochter und der vor wenigen Wochen geborenen Enkelin und natürlich Hund Ronny. Mit ihm geht sie täglich rund anderthalb Stunden spazieren. Der Rüde braucht den Auslauf, allerdings ist Käthe Schopen darauf bedacht, anderen Hunden aus dem Weg zu gehen.

Denn Ronny verträgt sich nicht mit ihnen. Daher mag sie nicht nur Touren durch die Innenstadt, am Wallgraben, hinter der Zitadelle mit den an der Rückseite des Propst-Bechte-Platzes gelegenen Parkanlagen, sondern auch an der Rur und am Brückenkopf-Park entlang.

Ruheoase

Besonders gerne ist sie auch im freien Feld hinter dem Fachhochschul-Campus unterwegs. Hier kann Ronny frei laufen und springt gerne in die Pfützen, die sich nach einem Regenguss auf den Wegen bilden. Und auch den Friedhof an der Merscher Höhe erlebt Käthe Schopen als wunderbare Ruheoase für Mensch und Tier.

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