Lichterprozession: Schützen tragen das Gnadenbild

Von: ptj
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Lichterprozession zum Abschluss der Marienoktav: Die Antonius-Schützen tragen das Gnadenbild durch Körrenzig, begleitet vom Beten und Singen der Gläubigen. Foto: Jagodzinksa

Körrenzig. „Wenn man am Abend auch weint, am Morgen herrscht wieder Jubel“, heißt es in Psalm 30,6. Diesen Psalm, den schon die Juden sangen, stimmte die Gemeinde in der Abschlussmesse zur Körrenziger Marienoktav an und er diente Pfarrer Stefan Bäuerle in seiner Predigt als roter Faden.

Anlass war der Gedenktag der „Schmerzen Mariens“. Nach den Worten Simeons im Lukas-Evangelium wird der Gottesmutter „ein Schwert durch die Seele dringen“. Gleichzeitig wird in Körrenzig der Gedenktag des Gnaden- oder Vesperbildes (Abendbildes) begangen. Die Pieta stammt aus dem Jahre 1500. Bäuerle verwies auf den Künstler, der schon vor über 500 Jahren aufgegriffen zu haben schien, „was die Juden singen“.

Er stelle das nicht betrübliche, sondern eher besinnliche Gesicht der Gottesmutter „deutlich jünger dar als ihren eigenen Sohn. Sie hat sich etwas Jugendliches bewahrt“. Auch ihr toter Sohn, der in ihrem Schoß liegt, trägt keine „Dornenkrone, sondern einen Siegeskranz auf dem Haupt“. In der Todesstarre hängt Jesu rechter Arm herab. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger sind erhoben und zeigen den altkirchlichen Segensgestus.

„Wer aber hierher kommt, kommt mit Leiden, Schmerz und Kummer, Tränen des Abends, selbst wenn sie äußerlich nicht sichtbar sind“. Die „Tränen des Abends“ deutete der Priester mit Christi Leid am Karfreitag und dem folgenden österlichen Jubel.

„Wer vor dieses Gnadenbild tritt, kann sich der Gottesmutter anvertrauen, kann ihr Leiden, Schmerz und Kummer in den Schoß legen, damit es bei ihr und ihrem Sohn geborgen ist, und er wird gesegnet werden“, fasste er zusammen. Die Liebe, sowohl die Gottesliebe als auch die vieler Menschen, sei „stärker als der Tod“.

Bäuerle dankte Chor und Organisten, den Ministranten und Mitfeiernden im Pontifikalamt, den Messen und Nachtgebet. Er wünschte ihnen die erhoffte geistliche Nahrung erhalten zu haben.

Eine Lichterprozession schloss sich der Messe an, in der die Körrenziger Antonius-Schützen das Gnadenbild durch den Ort trugen, begleitet vom Beten und Singen der Gläubigen, mit Kerzen in ihren Händen.

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