Lich-Steinstraß ist fest in der Hand der Jecken

Von: jan
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Strahlende Gesichter, strahlender Sonnenschein und reichlich Kamelle: Lich-Steinstraß war am Rosenmontag das karnevalistische Zentrum im Jülicher Land. Fotos (2): Guido Jansen Foto: Guido Jansen
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Drei große Wagen und etliche Fußgruppen gehörten zum Rosenmontagszug in Hottorf. Indianer und Holländer waren dabei. Die Jugend des Dorfes stellte etliche Hollywoodfiguren nach, es wurde Apres-Ski gefeiert und auch das Hottorfer Landleben wurde dargestellt. Foto: Kròl

Jülich. „Un jezz rolle mer janz jemäschlisch ah“, schallte es kurz vor 14 Uhr aus den Lautsprechern rund um den Matthiasplatz in Lich-Steinstraß. Dann setzte sich einer der größten Züge im Jülicher Land in Bewegung. Alle zogen sie zuerst vorbei am großen Wagen von Prinz Dieter, Jungfrau Martina und Bauer Christoph, der sich anschließend als letzte Attraktion in den Zug einreihte.

Viele große und kleine Narren säumten den langen Zugweg.Die Stimmung war so jeck wie es eben nur geht. Das perfekte Rosenmontagswetter tat das Übrige dazu. Der närrische Lindwurm bestand aus vielen eigenen Wagen und Fußgruppen der Lich-Steinstraßer Maiblömche.

Aber auch andere, befreundete Gesellschaften, die ihren Zug schon an den Tagen zuvor gefeiert haben, machten in Lich-Steinstraß mit. Ob es die grünen Außerirdischen waren, das Ensemble aus dem Musical Grease, bunt kostümierte Clowns, entflohene Sträflinge oder fleißige Bienchen – sie alle hatten viel zu tun. Denn der Hunger nach Kamelle, den das Narrenvolk am Straßenrand immer wieder laut äußerte, war schier unstillbar. Die Bürgersteige in Lich-Steinstraß bis runter an die Römerstraße waren voll.

Manchmal ging der Blick der Jecken gen Himmel. Wolken haben sie dort vergeblich gesucht. Dafür war hin und wieder ein Summen zu hören. Die Quelle waren die vier kleinen Propeller einer Flugdrohne, die über den Köpfen schwebte. Sie war im Auftrag des Malteser Hilfsdienstes unterwegs. Ausgestattet mit einer kleiner Kamera lieferte sie Informationen, die die Hilfkräfte sonst nicht erhalten. „Das verschafft uns einen strategischen Vorteil“, sagte Christopher Jäschke, der das mobile Auge mit einer Fernsteuerung bediente. „Wir können sehen, wo sich viele Menschen aufhalten“, sagte Maximilian Jankowski.

„Wenn es einen Notfall gäbe, dann könnten wir den von oben schneller erkennen. Wir würden dann auch sehen, wie wir am besten zu dieser Stelle hinkommen.“ Den Ernstfall gab es am Rosenmontag natürlich nicht. Allerdings war der rheinischste aller Feiertage aus Sicht der Malteser eine prima Gelegenheit, das „fliegende Auge“ zu testen.

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