Toilettenfrau

Lich-Steinstraß holt den „eigenen Pott“

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:
6066652.jpg
Auch wenn sich der Wenauer Bagci hier gegen Björn Schneider (l.) durchsetzte, gab es am verdienten Lich-Steinstraßer Sieg keinen Zweifel. Foto: hfs.
6066655.jpg
Zusammen mit Schirmherr Josef Wirtz (l.) stellten sich die Finalteilnehmer um das 20. Fußball-Sommerturnier – links die siegreichen Germanen – und den Organisatoren zum Siegerfoto. Foto: hfs.

Lich-Steinstraß. Zum Ende eines fairen Finalspiels um den 20. Cup bei der Germania in Lich-Steinstraß hätten die Gastgeber ihren Gegner aus Wenau regelrecht abschießen können. Es blieb aber beim schon aussagekräftigen 7:3-Sieg für die Germania, die sich allerdings in den ersten 45 Minuten nicht mit Ruhm bekleckerte.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nicht mit dem Spiel, besonders nicht mit dem, was wir in der ersten Hälfte gezeigt haben.“ Klare Worte fand Germanias Co-Trainer Marcel Neunfinger nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Benjamin Bläser. „Unsere Abwehrleistung war katastrophal, solche Tore darf man einfach nicht kassieren“, meinte er mit Blick auf das 2:2-Pausenergebnis.

Schon in der 2. Minute schoss Mannschaftsführer Seyit Ceylan die Gastgeber in Führung. Doch in der 5. Minute hieß es schon 1:1 durch Dragan Bagci. Hatte Lich-Steinstraß Keeper Chris Schiefer zuerst einen Scharfschuss von Stefan Ruhrig abwehren können, war er beim Nachschuss machtlos. Zuvor musste jedoch die Germania-Abwehr den Ball aus der Gefahrenzone schlagen. Wie auch beim 1:2, erneut durch Bagci (11.). Völlig freistehend kam er zum Schuss. Danach geriet Lich-Steinstraß ins Schwimmen, bekam erst das Spiel in den Griff, als Klaus Voike einen schönen Pass auf Ali Makki legte, der zum 2:2 (20.) traf. Mächtig strecken musste sich Schiefer in der 31. Minute, als ihn Wenaus Spielführer Werres prüfte.

Nachdem Fritz Röhl eingewechselt worden war (37.), markierte er mit seinem ersten Ballkontakt per Kopf das 3:2 (38.) für den Landesligisten, der besonders nach der Pause überlegen spielte. Obwohl man mit dem Finale das vierte Spiel in fünf Tagen – im Halbfinale hatte sich Lich-Steinstraß mit 4:0 (3:0) gegen Vichttal und Jugendsport Wenau mit 2:1 (1:0) gegen Rot-Weiß Berrendorf behauptet – absolvierte. Diese machte sich denn auch in den Treffern durch Markus Neuber (55., 70), Moritz Kraus (76.), Babal Cheragkpour (80.) sowie Ali Altin (86.) zum 7:3 bemerkbar. Wenau hatte zwischenzeitlich nach einem kapitalen Fehler von Torhüter Julian Barzen, der zur Pause für Schiefer ins Tor gerückt war, auf 3:4 verkürzt.

„Von den sieben Gegentoren haben wir uns sozusagen fünf gefragt“, moserte Wenaus Trainer André Winkhold, Ex-Fußballprofi, unter anderem bei Borussia Mönchengladbach. Er bemängelte in erster Linie die fehlende Spielordnung, die er teilweise auf das jugendliche Alter seiner Mannschaft zurückführt. „Wir haben eine sehr junge Truppe. Die muss sich zuerst finden. So wäre ich nach unserem Abstieg zufrieden, wenn wir uns einen guten Mittelfeldplatz erkämpfen könnten. Wir brauchen noch einige Jahre, um wieder an die Landesliga zu denken“, erklärte Winkhold, der neidlos anerkannte, „dass die Germania hochverdient das Endspiel gewonnen hat“.

Gab es für den Unterlegenen noch ein Preisgeld von 750 Euro, konnte Germanias Spielführer Seyit Ceylan neben dem Pokal noch den 1250-Euro-Scheck von Vereinskassiererin Christa Breuer entgegennehmen. Für den Veranstalter bedankte sich Vorstandsmitglied Hans-Günther Engels bei allen Mannschaften für die fairen Spiele, die besonders in der Schlussphase des Turniers „für unsere Zuschauer guten Fußball boten“. Das hob auch Wolfgang Gunia in Vertretung des Jülicher Bürgermeisters hervor.

Ein herzliches Dankeschön richtete Schirmherr Josef Wirtz an die große Helferschar, wünschte den beiden Finalisten für die kommende Saison „Erfolg und möglichst viele Tore“.

Im kleinen Finale hatte sich Rot-Weiß Berrendorf als A-Kreisligist mit 9:8 n.E. gegen Landesligist VfL Vichttal durchgesetzt. Zur Pause führte Vichttal mit 2:0, doch Berrendorf kam in der 65. und 82. Minute noch zum verdienten 2:2, so dass ein Elfmeterschießen notwendig wurde.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.