Leo, der Lebkuchenmann, kommt an

Von: ptj
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Erzählte musikalisch anschaulich die Geschichte von „Leo Spekulatius”, dem Lebkuchenmann: Der Kinder-Jugendchor des Eifelvereins begeisterte die vielen Mitglieder bei der Weihnachtsfeier. Foto: Jagodzinska

Jülich. Der wunderschöne Gesang eines vierköpfigen Ensembles aus drei (Mezzo-)Sopranistinnen (Ursula Keuter, Brigitte Mainz und Claudia Rohowsky), Inge Duwe am Keyboard, gestaltete den würdigen Rahmen der Weihnachtsfeier des Eifelvereins im 100. Jahr seines Bestehens.

Zu den ausgewählten klassischen Stücken zählte „Dir, dir Jehova will ich singen” von Bach oder der eucharistische Hymnus „Panis angelicus” (Engelsbrot).

Doch nicht nur professionelle Gesänge verschönten den vielen Mitgliedern an den gedeckten Kaffeetischen im AWO-Heim die Feier: Der Kinder-Jugendchor des Eifelvereins interpretierte musikalisch anschaulich die Geschichte von „Leo, dem Lebkuchenmann”. Auswendig brachten die Enkelinnen der Pressereferentin, Lea und Nina Dreßen, die anspruchsvollen Gedichte „Trost der Welt” und „O Freudenzelt” zu Gehör.

Ihrer Flötenschülerin Fenia Ritz verhalf die stellvertretende Vorsitzende und Jugendwartin Susanne Lehmann zu einer Premiere vor großem Publikum, die beiden Flötistinnen spielten zweistimmig das alte Wiegenlied aus dem 19. Jahrhundert „Stille, stille, kein Geräusch gemacht”.

Zwischen den Programmpunkten wurden Weihnachtslieder mit großer Freude gemeinsam angestimmt. Einige aufgestöberte Weihnachtsgeschichten „der anderen Art” wetteiferten um ihre einzigartige Pointe. So stellte Therese Becker eine „fast wahre” Begebenheit vor, in der sie selbst vor vielen Jahren eines der Kinder war, die der Weihnachtsfee ihre Geschichte erzählten.

Heinz Kieven überraschte mit „Weihnachten im Knast”, wo der Weihnachtsmann wegen seiner juristischen Verfehlungen einsitzen soll, es sei denn, er bringt die entsprechenden Gaben. Neben Ochs und Esel spielt ein Floh eine große Rolle in der Geschichte „Worüber das Christkind lächeln musste”, vorgetragen von Marianne Kieven.

Nachdenklich stimmte die Erzählung von Susanne Lehmann von Weihnachten 1946 in Dresden, als „zur Feier des Tages das Zimmer auf 15 Grad geheizt wurde und mein Puppenfritz neue Anziehsachen bekam”.

„Ein Erlebnis vor 65 Jahren im Hürtgenwald” musste dem Publikum leider vorenthalten werden, denn der Mundarterzähler, Ehrenvorsitzender Willi Pelzer, konnte wegen seines stattlichen Alters im eisigen Winterwetter nicht anreisen. Kurzfristig ins Programm genommen wurde ein heiterer Mundartvortrag von Kläre Ley, die als Weihnachtsgeschenk nur „dat Brödersche” bekam, das sie nicht wollte.
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