Lenzenhuber "könnte Gastroführer für Jülich schreiben"

Von: Max Lenzenhuber
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Max Lenzenhuber Foto: Uerlings

Juelich. Hinter vorgehaltener Hand sagt man, dass Sie für Ihre geplante Gastronomie niemals Investoren fänden. Wie sieht es denn aus?

Lenzenhuber: Wenn dem so wäre, besteht doch kein Risiko. Gibt es keine Investoren, wird auch nicht gebaut. Aber Investoren sind da. Ich bin vorsichtig und halte mich mit Nennungen zurück, bevor nicht unterschrieben ist und das Geld da liegt. Für mich kommt auch nicht jeder in Frage.

Wie meinen Sie das?

Lenzenhuber: Investoren, die vom Schreibtisch aus nur ein Renditeobjekt wollen, möchte ich außen vor lassen. Es muss eine Verbundenheit zur Stadt da sein und der Glaube an die Sinnhaftigkeit des Projekts bestehen.

Wieviele Investoren dieser Art haben Sie denn bislang?

Lenzenhuber: Zwei – neben mir.

Ihre Zahlen betrachten manche als zu optimistisch. Überschätzen Sie den Jülicher Gastro-Markt?

Lenzenhuber: Natürlich ist es möglich, dass ich den Markt überschätze. Entgegnen möchte ich allerdings, dass ich allein in die Marktanalyse über 200 Stunden Arbeit gesteckt habe. Wahrscheinlich könnte ich einen gastronomischen Führer für Jülich und das Umland schreiben. Wir glauben, dass etwa die Hälfte der Gäste aus Jülich kommt. Nach unserer Analyse gibt es ein Potenzial von 270 Gästen täglich – wir kalkulieren mit 220 im Schnitt. In der Woche werden es weniger sein, am Wochenende mehr.

Die ersten Skizzen des Gebäudes wirkten ein wenig wuchtig. Werden Sie das ändern?

Lenzenhuber: Grundsätzlich haben wir an der geplanten Größe nichts verändert. Jetzt gibt es aber eine realistischere Illustration, die besser erkennen lässt, dass sich der Bau tatsächlich recht zurückhaltend in den Böschungsbereich einpasst. Die massiven Bestandteile sind so filigran wie möglich gehalten, ein Großteil der Flächen sind Glas. Auch bleiben wir mit der Höhe des Gebäudes, gemessen von der Ebene der Straße, noch unter der Höhe der bisher dort stehenden Trinkhalle. Die Sicht auf den Schwanenteich wird also, verglichen mit der aktuellen Bebauung, nicht wesentlich eingeschränkt.

Stichwort Trinkhalle. Sie muss weichen?

Lenzenhuber: Auf den ersten Blick hat der ,kleine Kaiserhof‘ schon etwas Romantisches.. Die Bausubstanz ist aber in keinem guten Zustand, eine Sanierung wäre nur mit hohen Kosten möglich. Wenn es mit ein bisschen Putz und Farbe getan wäre, hätte es schon längst jemand gemacht. Und ein gastronomischer Betrieb, selbst ein kleines Bistro oder Café, ist in dem Gebäude quasi nicht umsetzbar. Nicht nur der von Gästen gewünschte Standard, sondern auch die gesetzlichen Anforderungen sind heute sehr hoch.

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