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Lehrerseminar wird genau unter die Lupe genommen

Von: ahw
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Steht auf dem Prüfstand: Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland soll den Denkmalwert des ehemaligen Linnicher Lehrerseminars genau unter die Lupe nehmen. Foto: Jonel

Linnich. Die Begehung des ehemaligen „Königlichen Lehrerseminars“ auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule in Linnich hat bei der Stadt und Bürgermeister Wolfgang Witkopp zu Irritationen geführt, da die weder eingeladen noch anderweitig eingebunden war.

Vertreten bei dem Besichtigungstermin waren die Bezirksregierung in Köln als Untere Landschaftsbehörde für Objekte, die sich im Eigentum des Landes befinden, die Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) als Eigentümer der Liegenschaft sowie das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, das Behörden und Privatleute in Denkmalangelegenheiten berät.

Wie von der Pressesprecherin der Bezirksregierung am Freitag zu erfahren war, nimmt der BLB weiterhin Abstand von einem Abriss des historischen Gebäudes.

Um dessen Denkmalwert zu bestimmen, sei dem LVR-Amt für Denkmalpflege, das sich selbst als unabhängige Fachbehörde versteht, ein entsprechender Prüfauftrag erteilt worden.

Vertiefende Recherche

„Wir steigen gerade erst in die vertiefende Recherche ein“, müssen nach Angabe einer Sprecherin zunächst die Bauakten und übrigen Unterlagen zu dem Gebäude zusammengestellt, gesichtet und bewertet werden. Wie lange das Prüfverfahren insgesamt dauert, ob ein Objekt für die Inventarisation vorzusehen ist, vermochte die Sprecherin nicht zu sagen.

Das hänge unter anderem davon ab, wie schnell die Unterlagen, die Aufschluss über die Denkmalwürdigkeit geben, beschafft werden können. Sollte der Denkmalwert des Gebäudes am Ende des Prüfprozesses festgestellt werden, wäre der Linnicher Stadtrat am Zuge und dazu aufgefordert, das Objekt in die Denkmalliste eintragen zu lassen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Selter, der das weitere „Schicksal“ des ehemaligen Lehrerseminars zuletzt intensiv begleitet und den geplanten Abriss öffentlich gemacht hat, geht davon aus, dass hier eine politische Lösung greifen werde. So kann er sich vorstellen, das der BLB das Gebäude zum symbolischen Preis von einem Euro an die Stadt Linnich veräußern werde. Sein Traum ist es weiterhin, dass dann das Rathaus einmal ins Lehrerseminar umzieht.

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