Lea und Georg sind die Sieger des Vorlesewettbewerbs

Von: ptj
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BU1: Lea Amberg und Georg Wer
Sechs Juroren verfolgen einen Nachmittag lang den Wettbewerb und ermitteln die Sieger: (V.l.) Werner Wieczorek, Karin Deutsch, Edda Koch, Elisabeth Viezke, Vorjahressiegerin Denise Reiniger und Dr. Christoph Fischer. Foto: Jagodzinska

Jülich. Rund 80 Leute, darunter viele Kinder, lauschten der vorgelesenen Handlung um die Reise einer wilden Bärenfamilie in der Jülicher Buchhandlung Fischer.

Dort ging der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen an den Start, der seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet wird und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht.

Der Wettstreit im Kreis Düren, einer von 600 Regionalwettbewerben, fand unter Federführung von Katja Dahmen, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung im Hause Fischer statt.

In der ersten Hälfte des Wettstreits durften die 22 teilnehmenden Schulsieger aus Haupt-, Real- und Gesamtschulen und Gymnasien im Kreis Düren drei Minuten lang aus ihrem jeweiligen Lieblingsbuch vorlesen, das sie zuvor kurz vorgestellt hatten. Es durfte sich dabei nicht um das Buch handeln, aus dem im schuleigenen Wettbewerb gelesen worden war.

Vorgetragen wurde etwa aus „Pferdeglück und Sommerträume” von Schröcke/Wolf/Göschl, „Robin Hood” von Howard Pyle oder „Krabat” von Otfried Preußler.

Nach der Pause stand den jungen Teilnehmern nur die Hälfte der Zeit zur Verfügung, einen ihnen unbekannten Text vorzulesen. Die Spannung stieg, als Katja Dahmen mit Bärenmütze auf dem Kopf den Schülern die Lektüre ankündigte, aus der fortlaufend gelesen werden sollte: „Seekers: Die Suche beginnt” von Erin Hunter. Einzige Ausnahme: Der blinde Tim las von einer entsprechenden Vorlage in Blindenschrift.

Haarige Angelegenheit

„Die Haare raufte” sich im Anschluss die sechsköpfige Jury, bestehend aus der Vorjahressiegerin Denise Reiniger, Stadtbüchereileiter Werner Wieczorek, Kinder- und Jugendbuchabteilungsleiterin der Stadtbücherei Düren, Karin Deutsch, Regisseur Dr. Christoph Fischer, Grundschullehrerin und Vorlesepatin Edda Koch und Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Viezke, bei ihrer schwierigen Entscheidung, die Sieger zu ermitteln. Lea Amberg und Georg Werwein, Stiftisches Gymnasium Düren, wurden schließlich als Regionalsieger geehrt, alle Teilnehmer erhielten Urkunde und Buchpreis.

Lea und Georg werden im März/April unter etwa 1000 Siegern am Wettbewerb auf Bezirksebene teilnehmen, der Ort steht noch nicht fest. Etwa 200 Bezirkssieger wetteifern im Mai im Landeswettbewerb, 28 Landessieger lesen im Juni im Finale. Neben einem Pokal gewinnt der Bundessieger eine Autorenlesung für seine Schule.

Mehr als 700.000 Sechstklässler beteiligen sich jedes Jahr am Wettbewerb, der öffentliche Aufmerksamkeit für das Buch als Kulturgut erregen, Leselust wecken und Lesekompetenz stärken will. Zudem lernen Kinder beim Wettbewerb den Facettenreichtum eines Buches zwischen Spannung, Unterhaltung und Information kennen.
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