Langfristiges Konzept sichert Wassergewinnung

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Wolfgang Küpper vom VWA an dem stillgelegten Brunnen neben dem Verbandswasserwerk. Foto: EWV

Aldenhoven. Wasser ist nicht nur das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Es ist auch eines der Lebensmittel, das täglich in großen Mengen produziert werden muss, ohne Abstriche bei der Qualität einzugehen. Dass die Qualität des kostbaren Nass beim Verbandwasserwerk Aldenhoven (VWA) immer perfekt ist, dafür sorgt unter anderem Diplom-Ingenieur Wolfgang Küpper.

„Wir haben den Vorteil, dass wir unser Wasser aus eigenen Brunnen gewinnen und nicht von anderen Versorgern zukaufen müssen. Das ist enorm wichtig, denn es sichert die Eigenständigkeit des VWA. Aufgrund der Tagebausituation in unserer Region bedarf es allerdings langfristiger Planungen, die auch schon mal über das Jahr 2100 hinausreichen können“, sagt er.

Denn durch den Tagebau entsteht im Untergrund Sulfat. Diese sogenannte Sulfatwolke kann zu einer zeitweisen Stilllegung einer Brunnennutzung führen. „Das ist auch der Grund, warum wir unserer Rohwasser seit 1987 nicht mehr aus den eigenen Brunnen am Stammsitz in Aldenhoven gewinnen“, so Wolfgang Küpper. Jetzt beziehe das VWA sein Rohwasser aus der Brunnengalerie in Bourheim.

Damit sind die Planungen aber nicht abgeschlossen, denn auch in Bourheim wird ab etwa 2060 die unvermeidliche Sulfatwolke eine Förderung zumindest vorübergehend nicht zulassen.

Bei diesem Thema arbeite das VWA unter anderem eng mit RWE Power zusammen, sagt Wolfgang Küpper: „Mit RWE Power und dem Erftverband haben wir ein langfristig angelegtes Konzept erarbeitet. Dort ist beispielsweise festgeschrieben, dass ab 2060 die Brunnen aus der Region Koslar, die unbelastetes Tiefenwasser für Aldenhoven liefern, die Rohwasserlieferung für das VWA übernehmen sollen.“

Ab etwa 2100 sind die derzeit ungenutzten Brunnen in Aldenhoven wieder für die Wasserversorgung vor Ort aktiv. „Wir müssen uns also langfristig Gedanken um die Trinkwassergewinnung machen, um das Erschaffene über Generationen nachhaltig zu sichern“, schließt Wolfgang Küpper.

Denn schließlich soll auch in Zukunft das Trinkwasser vom VWA aus regionalen Brunnen gewonnen werden, damit die eigenständige Versorgung mit bestens kontrolliertem Trinkwasser auf lange Sicht beibehalten wird.

Das VWA ist in unserer Region der Wasserversorger von mehr als 42 000 Einwohnern und liefert weit über zwei Millionen Kubikmeter Frischwasser pro Jahr.

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