Landtagswahl: Münstermann verzichtet, Schüller tritt an

Von: bugi
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Kreis Düren. Nach Rolf Seel und Josef Wirtz von der CDU haben am Mittwoch auch die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Liesel Koschorreck und Peter Münstermann angekündigt, sich bei den Neuwahlen im Mai 2017 nicht mehr um ein Mandat zu bemühen.

Wirtz und Münstermann vertreten den Nordwahlkreis, der das komplette Jülicher Land umfasst. Koschorreck und Seel haben ihre Mandate in den Südkommunen des Kreises Düren und Teilen des Kreises Euskirchen erlangt.

Peter Münstermann will sein politisches Engagement nach eigener Aussage auf die kommunale Ebene verlagern und sich insbesondere in seiner Heimatgemeinde Langerwehe, aber auch in der Kreispolitik einbringen. Münstermann hatte sein Landtagsmandat im Nordkreis direkt gewonnen und konnte 2015 bei der Wahl zum Landrat mit 44 Prozent ein respektables Ergebnis erreichen.

Er verwies zudem darauf, dass er mit Ablauf der Legislaturperiode 61 Jahre alt werde. Der Sozialdemokrat erklärte vor diesem Hintergrund: „In diesem Alter kann und möchte ich mich nicht mehr für weitere fünf Jahre in der Landespolitik engagieren.“

Ein Nachfolger für Münstermann ist bereits in Sicht: Der Titzer SPD-Vorsitzende Fred Schüller hat sich am Montag zur Kandidatur bereiterklärt. Der Polizeibeamte wird von seinem Ortsverein, aber auch von Münstermann bei seiner Kandidatur unterstützt.

Bewegung ins Kandidaten-Karussel kommt auch bei der CDU. Im Nordkreis hat sich wie berichtet bereits Dr. Patricia Peill aus Nörvenich zur Kandidatur bereiterklärt. Im Südkreis will Dr. Ralf Nolten aus Kreuzau zur Wahl antreten. Er wird Konkurrenz aus der Stadt Düren erhalten: Der Stadtverband will am Montag Helga Conzen nominieren. Sie ist stellvertretende Landrätin und leitet das Katholische Bildungsforum.

Etwas komplizierter ist die Lage bei der FDP. Die Abgeordnete Ingola Schmitz betonte am Mittwoch, dass sie mit ihren Parteifreunden noch über eine erneute Kandidatur sprechen müsse. Für den FDP-Kreisvorstand ist das kein Thema. Kreisvorsitzender Alexander Willkomm: „Es gibt keinerlei Bestrebungen bei uns, Frau Schmitz aufzustellen.“ Der Vorstand will stattdessen für den Nordkreis Klaus Breuer aus Merzenich nominieren. Es könnte hier also zu einer Kampfabstimmung kommen.

Unproblematisch verläuft das Prozedere bei den Grünen. Landtagsabgeordnete Gudrun Zentis wird mit der Unterstützung ihrer Partei erneut kandidieren. Sie könnte dann vielleicht die einzige der derzeit sechs Landtagsabgeordneten sein, die sich auch über 2017 hinaus in der Landespolitik engagieren wird.

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