Landtagsabgeordnete begutachten Schloss Kellenberg

Von: hfs.
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Ortstermin: Mitglieder des Unt
Ortstermin: Mitglieder des Untersuchungsausschusses des Landtages nahmen am Dienstag Schloss Kellenberg in Jülich in Augenschein. Foto: Schiffer

Jülich. Hat der Bau-und Liegenschaftsbetrieb NRW für einen „halben Schutthaufen”, wie der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz (CDU) Schloss Kellenberg in Jülich nennt, 3,1 Millionen Euro bezahlt?

Um möglicherweise eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, haben sich am Dienstag Mitglieder des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) des Düsseldorfer Landtages dem Schloss einen Besuch abgestattet. Dabei wurden die Mitglieder von der ehemaligen Besitzerin Gräfin von und zu Hoensbroich ins Innere des Schlosshofes geführt, von dort nahmen sie kurz das Hauptschloss in Augenschein. Nach gut 15 Minuten war der Besuch beendet. Da es sich um eine nichtöffentliche Sitzung handelte, gab es im Anschluss keinerlei Erklärungen.

Die lieferte bereits im März diesen Jahres ein Sonderbericht des Landesrechnungshofes, der zu der Auffassung kommt, dass der Kaufpreis für das Hauptschloss, das seit einem Großbrand im Jahre 1992 nicht mehr bewohnbar ist, von zwei Millionen Euro „nicht gerechtfertigt ist.” Auch rügt er die 1,1 Millionen Euro Grunderwerb im Umfeld von Kellenberg, die ohne ein Wertgutachten einzuholen erworben wurden.

Der PUA befasst sich mit Vorgängen beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, die auch die Staatsanwaltschaft Wuppertal beschäftigt. Dabei geht es neben dem Schloss Kellenberg um die Kostenexplosion beim Neubau des Landesarchivs in Duisburg und Ungereimtheiten beim Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums in Köln-Kalk. Diese Orte besuchte die Delegation ebenfalls.

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