Jülich - Landschaften fast so real wie die Natur selbst

Landschaften fast so real wie die Natur selbst

Von: r.b.
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Heiner Altmeppen (l.) und Bürgermeister Heinrich Stommel vor dem Bild „Die Wolke“. Foto: Blanche
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Jülich. „Das ist aber wirklich ein schönes Motiv!“, entfährt es so manchem Betrachter eines Bildes von Heiner Altmeppen. „Wo das wohl aufgenommen wurde?“, fragt sich der Betrachter weiter und glaubt, vor einer Fotografie zu stehen. Doch weit gefehlt.

Was da so naturalistisch wirkt, ist in Wahrheit ein Gemälde, das mit Acrylfarben geschaffen wurde.

Am Sonntag begann in der Schlosskapelle der Zitadelle eine sechswöchige Ausstellung zu Ehren Heiner Altmeppens, einem der bedeutendsten Vertreter des neuen Realismus. Anlässlich jener Ausstellung, die den Namen „Landschaften in Bewegung – Arbeiten auf Papier“ trägt, rückten sowohl Marcell Perse, Leiter des Museums Zitadelle, als auch Christoph Fischer vom Museum der Stadt Jülich das Besondere dieser Ausstellung in den Mittelpunkt. „Das, was Sie hier sehen“, berichtet Perse stolz „ist so nicht zu fotografieren. Es ist vielmehr das Destillat aus den Motiven, die man draußen sehen und fotografieren kann.“

Heiner Altmeppen arbeitet sehr detailgenau, schafft es an manchen Tagen gerade einmal ein Stück von der Größe einer Briefmarke zu malen, und für manches seiner Bilder hat er insgesamt bis zu acht Jahre gebraucht.

Ihren Namen verdankt die Ausstellung dem Braunkohlentagebau, der das Landschaftsbild gerade in der hiesigen Region so nachhaltig geprägt und verändert hat. Mit den beiden Werken „Tagesanbruch in Weisweiler“ (2013) und „Kleines Rasenstück bei Inden“ (2013), die ebenso Teil der Ausstellung sind, hat Altmeppen sich der Faszination für die sich ständig verändernden Landschaften gewidmet. „Wir werden die Schlosskapelle so wirken lassen, wie sie einst im 16. Jahrhundert ausgeschaut hat, als sie noch zwei Seitenschiffe besaß“, kündigt Perse jene Ausstellung an, bei der auch zahlreiche frühe Werke Heiner Altmeppens zu sehen sind. Hinzu kommen noch einige Vorzeichnungen, die der Öffentlichkeit noch nie zugänglich waren.

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