Landrat Spelthahn: „Massives Interesse” am Schwimmzentrum

Von: -vpu-
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Erste Phase erfolgreich: Landrat Spelthahn freut sich über Interesse am Schwimmzentrum. Foto: -vpu-

Jülich. Die erste Phase der europaweiten Ausschreibung des Großprojekts Schwimmleistungszentrum Jülich ist gelaufen. Dabei sollten anhand fester Rahmenbedingungen am Bau und Betrieb des Badkomplexes interessierte Unternehmen ihren „Hut in den Ring werfen”.

Diese Runde ist nach Angaben des Dürener Landrates Wolfgang Spelthahn (CDU) erfolgreich verlaufen. „Sechs europäische Marktführer” hätten „schriftlich massives Interesse bekundet” - neben anderen.

Diese Bewerber könnten auch auf Referenzen verweisen, da sie bis zu 15 große Schwimmeinrichtungen gebaut haben und auch betreiben, so Spelthahn weiter. Die mit der Ausschreibung beauftragte Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) des Kreises Düren verkleinert den Bewerberkreis nun und füttert die Unternehmen, die in die engere Wahl kommen, mit konkreten Daten: Was soll das Leistungszentrum alles bieten? In welchem Finanzrahmen darf sich der Bau bewegen?

Bekanntlich hat der Jülicher Stadtrat festgelegt, dass er die Summe investieren will, die für die Ertüchtigung von Hallen- und Freibad nötig wären - etwa fünf Millionen Euro. Außerdem würden die Stadtwerke den Zuschuss zum Betrieb leisten, den auch die alten Bäder erforderlich machen.

„Wir kriegen es günstiger hin als heute. Da bin ich mir sicher”, sagte der Landrat. Außerdem sei fraglich, ob in Jülich fünf Millionen Euro zur Sanierung der Altbäder ausreichen. „Man muss in den Keller gehen. Wir als Kreis haben unsere Erfahrungen in Kreuzau gemacht. Da sind Millionen in nicht sichtbare Maßnahmen geflossen, die aber zur Erhaltung der Betriebssicherheit notwendig waren”, sagte Spelthahn mit Blick auf die frühere „Rurwelle” (jetzt „Monte-Mare”).

Nur eines sei erst möglich, wenn konkrete Pläne vorliegen: die Bewertung, ob ein „technisch-wirtschaftlicher Querverbund” möglich ist. Hinter dieser kryptischen Bezeichnung verbirgt sich eine steuerliche Verrechnung von Verlusten, die zum Beispiel für die Stadtwerke in Frage kommen könnten und die Abgabenlast beim Fiskus schmälern. Spelthahn: „Wir können mit dem Investor zur Oberfinanzdirektion, wenn das Modell da ist.”
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