Landesplanung mit „weiße Flecken“: Linnich fordert Ortsumgehung

Von: ojo
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Schon 2012 präsentierten sich Bürgersteige und Ortsdurchfahrt in Rurdorf als dringend sanierungswürdig. Jetzt soll die Stadt zumindest schon mal die Bürgersteige angehen. Foto: Jonel

Linnich. Die Linnicher SPD hat den Finger in einen wunden Punkt der Straßenplanung gelegt. In Bälde wird die Ortsumgehung Koslar freigegeben. Sie führt von der Autobahnanschlussstelle Jülich-West an Koslar vorbei auf die L 228 in Merzenhausen.

„Und was passiert eigentlich ab Kreisverkehr Merzenhausen?“, stellte SPD-Fraktionschef Hans-Friedrich Oetjen die harmlos klingende, aber eine Menge Brisanz enthaltende Frage. Wenn der motorisierte Verkehr von dort aus nach Nordosten abschwenkt, passiert er mit Merzenhausen, Rurdorf und Linnich Engstellen, die dann ein erhöhtes Verkehrsaufkommen verzeichnen würden.

Zur „Aufnahme von (weiterem) Verkehr“ seien diese Ortschaften „nicht geeignet“, zumal Linnich sich ohnehin schon bemüht, den Schwerlastverkehr im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts aus der Stadt und somit von der L228 (Aldenhoven -Linnich) zu verbannen.

„An Linnich und Merzenhausen ist die Landesplanung offenbar vorbei gegangen“, stellte Oetjen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt fest. Dass überörtlich geplant werde, ohne die Linnicher Belange zu berücksichtigen, sei , so Oetjen, nicht zuletzt der eigenen Tatenlosigkeit geschuldet. Offenbar, so Oetjen, habe der Linnicher Vertreter im Planungsgremium keine Einwände erhoben.

Jetzt müsse die Stadt umgehend tätig werden, lautete die Forderung der SPD, der sich alle Ratsfraktionen einstimmig anschlossen. Die Stadtverwaltung soll demnach das Landesministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr sowie des Landesbetrieb Straßenbau NRW auffordern, „die Maßnahme L228 Ortsumgehung Linnich – Linnich/Rurdorf im Landesbedarfsplan mit der Umsetzungspriorität ‚vorrangig planen‘ aufzunehmen“.

Unabhängig davon soll nun auch die Sanierung der Ortsdurchfahrt Rurdorf/Prämienstaße in Angriff genommen werden, an die Ortsvorsteher Jürgen Schütz (CDU) nachdrücklich erinnert hatte. Die Pläne dazu liegen seit 2012 in der Schublade. Der städtische Part an dieser Maßnahme ist die Sanierung der Bürgersteige. Die Mittel dazu sind im Haushalt eingeplant und sollen jetzt eingesetzt werde. Die Sanierung der Straße selbst ist Aufgabe des Baulastträgers, Straßen NRW.

Ebenso einstimmig wie in der Ortsumgehungsfrage Rurdorf war sich der Ausschuss bei der Problematik B57 im Bereich Körrenzig. Auch in diesem Fall lässt die Landesplanung eine Ortsumgehung offen, während davor und dahinter, nämlich für Gereonsweiler und Baal, die Ortsumgehungen im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen wurden.

Die Verwaltung soll nun darauf drängen, dass eine Verkehrsführung in der und um die Ortslage Körrenzig entwickelt wird, dass an der Einmündung Erkelenzer Straße und der Einmündung Mahrstraße in die B57 Kreisverkehre eingerichtet werden.

Denn auch für Körrenzig gilt, dass die Verkehrsdichte und -belastung bereits ein Maß angenommen habe, dass für die Anwohner unzumutbar sei, wie von nahezu allen Fraktionen betont wurde und wird.

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