Lage in Linnicher Flüchtlingsheimen hat sich entspannt

Von: ahw
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Die Zahl der Bewohner im ehemaligen Welzer Warnamt ist in den vergangenen Wochen gesunken. Foto: Guido Jansen

Linnich. Nach teilweise kontroverser Diskussion hat der Linnicher Ausschuss für Kultur, Sport, Generationen und Soziales die Entscheidung vertagt, ob freie Kapazitäten im ehemaligen Warnamt in Welz den kommunalen Partnern in Titz und Inden für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Verfügung gestellt werden.

Bedingt durch die in Linnich betriebene Notunterkunft des Landes NRW, die mit rund 500 Personen belegt ist, und dem sich daraus ergebenden Zuweisungsstopp hat sich die Situation in den Unterkünften in Gevenich und Welz entspannt und die Stimmung gebessert. Durch Spendenzahlungen geschaffene Internetzugänge haben zusätzlich die Stimmung der Bewohner aufgehellt.

So ist es nach Angaben der Verwaltung inzwischen wieder möglich, auf die soziale Betreuung der Flüchtlinge einzugehen. Hier sei auch der Initiativkreis Asyl, der die Flüchtlingsarbeit in Linnich unterstützt, dabei, viele Projekte anzustoßen und umzusetzen, zumal das Engagement der Bevölkerung ungebrochen ist, den Flüchtlingen mit Sach- und Geldspenden zu helfen.

Nun steht der Winter vor der Tür und die Nachbarkommunen signalisieren der Stadt Linnich, dass die Zuweisungen und deren Abfolge stetig steigen. Aus Inden und Titz erreichen die Stadt Linnich wöchentlich Anfragen, ob die bestehenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarungen wieder aktiviert und asylsuchende Menschen und Flüchtlinge aus Titz und Inden auch wieder in Linnich untergebracht werden können. Bislang ist davon jedoch abgesehen worden.

Der Winter hat neben der humanitären auch eine pekuniäre Seite: Die weitläufige Liegenschaft in Welz verschlingt hohe Heizkosten, denen bei der Nutzung durch Flüchtlinge der Kooperationspartner gewisse Entschädigungen gegenüber stehen würden. Auf der anderen Seite darf sich Linnich natürlich nicht aller seiner Reserven berauben.

Denn eines steht fest: Sollte die Notunterkunft in der ehemaligen Polizeischule geschlossen werden, dann steigt die Zahl der Flüchtlinge wieder, die Linnich aufnehmen muss. Zumindest war es der ursprüngliche Plan der Landesregierung, die Notunterkunft nur vorübergehend zu betreiben. Derzeit ist unklar, was mit der Notunterkunft passiert. Dieses Problemknäuel konnte der Ausschuss letztlich nicht lösen. Vielleicht gelingt das in der nächsten Sitzung Ende Oktober.

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