Längere Grünphase für Jülicher Schulbusse?

Von: Guido Jansen
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Rush-Hour am Schulzentrum Jülich: Kurz nach 13 Uhr endet der Unterricht dienstags und freitags an allen weiterführenden Schulen gleichzeitig. Viele Eltern holen ihre Kinder mit dem Auto ab und sorgen so dafür, dass die Busse im Rückstau stecken bleiben. Foto: Guido Jansen

Jülich. Die Busse rollen schon viel besser auf dem Weg zum Jülicher Schulzentrum oder davon weg. Aber es läuft immer noch nicht richtig rund. Das hat eine Expertenkommission jetzt festgestellt, als sie beobachtete, wie der Abtransport der Schüler nach der sechsten Stunde funktioniert.

Denn nachdem alle Busse weg waren und die Diagnose lautete, dass sich die Situation entspannt habe, stand der Gegenbeweis in Form von zwei Schülerinnen vor der Gruppe. Der Bus in Richtung Jackerath war so überfüllt, dass der Fahrer die beiden Mädchen nicht mehr mitnehmen konnte.

„Es darf einfach nicht passieren, dass Schüler stehen bleiben“, hatte Paul Krahe, Rektor der Realschule, schon gesagt, bevor die zwei Schülerinnen stehengeblieben waren. Die Expertenkommission bestand aus den Leitungen von Sekundar-, Haupt- und Realschule, die jetzt am Schulzentrum zusammengefasst sind, den Busunternehmen, der Polizei und der Stadt Jülich. Zwei Probleme aus den ersten Schulwochen haben sich gebessert. Auf der Linie von Merzenhausen über Koslar zum Schulzentrum werden jetzt morgens um kurz nach sieben zwei Busse eingesetzt, damit keine Kinder wegen überfüllter Busse zurückbleiben. Außerdem haben die Schulleitungen an die Eltern appelliert, nicht den Parkplatz direkt vor der Schule zu nutzen, sondern den seitlich gelegenen vor der Schrebergartenkolonie. Das führt dazu, dass sie Busse auf ihrem Weg zurück zur Linnicher Straße diesen Fahrzeugen gegenüber Vorfahrt haben und nicht in der vorher mitunter sehr langen Warteschlange stehen, sondern planmäßig weiterfahren können.

Trotzdem notierte sich Ordnungsamtsleiter Hans Pinell einen Verbesserungsvorschlag. Zumindest für die Stoßzeiten des Schülerverkehrs soll die Grünphase der Ampel am Schulzentrum verlängert werden, von derzeit zehn auf 20 Sekunden, falls das technisch machbar ist.

Die nächste Maßnahme: Künftig soll kontrolliert werden, ob die Schüler überhaupt eine Busfahrkarte haben. Die, die weniger als drei Kilometer entfernt von der Schule wohnen, erhalten kein Busticket. Möglicherweise sind sie aber trotzdem an Bord, um den Weg in die Stadt nicht zu Fuß oder mit dem Rad machen zu müssen und sorgen so für Überfüllung.

Mit der räumlichen Zusammenfassung von Haupt-, Real- und Sekundarschule an der Linnicher Straße ist die Schülerzahl an diesem Standort von 200 auf etwa 850 gestiegen. „Da war es schwer, im Vorfeld alle Probleme abzusehen“, sagte Volker Achenbach, der stellvertretende Leiter der Sekundarschule, der zudem betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Busunternehmen, der Stadt und der Polizei gut funktioniere. „Es läuft noch nicht alles optimal, aber wir sind jetzt schon ein gutes Stück vorangekommen.“

Das erklärte Ziel müsse sein, einen Teufelskreis zu durchbrechen. „Wenn es Probleme gibt mit dem Bustransport, dann holen immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto ab“, sagte Pinell. „Das führt dann vor der Schule automatisch zu mehr Verkehr.“

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