Lachmuskeln strapaziert: Publikum gut versorgt mit vielen Sketchen

Von: ptj
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Der „Schnittchen“-Sketch um einen ausgesetzten Funken, der eine neue Halterin sucht, sorgt für Lachkrämpfe, (v.l.) Sylke Herpers, Tobias Schmidt und Doro Müller. Foto: Jagodzinska

Kalrath. „Wir haben richtig Bock drauf, mit euch Karneval zu feiern!“ Das sagte Sitzungspräsidentin Maritta Sieben stellvertretend für das gesamte Kalrather Karnevalskomitee (KKK), das als Nonnenkonvent auf die Bühne im „Kalrather Wohnzimmer“ in der Alten Schule zog.

Dass die Einwohner des kleinen Ortes „eine ganz nette Gemeinschaft mit vorzeigefähiger Geburtenrate“ sind, zeigte im ersten Drittel der phantasievollen Karnevalssitzung eine treffende Powerpoint-Präsentation als Hintergrund-Kulisse. Passend dazu stimmte das KKK „Dat es Kalrath“ zur Melodie von „I am sailing“ und eine umgetextete Version von „Aber Scheiß drauf“ an.

Die erste Rakete des Abends verdiente sich die schwungvoll-akrobatische Präsentation des Kalrather Tanzmariechens Lea Schäfer, die sonst bei der Karnevalsgesellschaft „Fidele Brüder“ Tetz tanzt.

„Meerschweinchen“ waren Thema der anschließenden Büttenrede von Claudia Müller und Elke Kannenbäumer-Müller. Die pelzigen Tierchen schwimmen als Vorkoster auf Gift für die Gäste in der Suppe. Irrtümlicherweise wurde jetzt ein Suppenteller gleich mit Meerschweinchen serviert.

„Was ist los in Kalrath? Haben die Kalrather Schnittchen sich getrennt? Hartnäckige Gerüchte kursieren seit Wochen“, behauptete die Sitzungspräsidentin, um sich lachend zu korrigieren. Nein, die flotten Tänzerinnen und Entertainerinnen hatten sich in der Sitzung nur in drei Gruppen aufgeteilt.

Die ersten „Schnittchen“-Abordnung präsentierte eine äußerst gelungene Talk-Runde. Als Moderatorin befragte Sieben Amelie (Sabine Mansmann) und Erwin Lindemann (Simone Gläß) zu ihrer 50-jährigen Ehe, die als Sketch zu passender Musik augenzwinkernd resümiert wurde.

„Schnittchen II“ machten „eine neue Serie auf“: „Funken suchen ein Zuhause“, hieß die Lachmuskel strapazierende Nummer. „Kerlchen werden angeschafft und nach der Session einfach ausgesetzt“, beschwert sich „Frau Päffgen“ (Doro Müller), die seit Aschermittwoch „das Rudeltier“ (Tobias Schmidt) aufgepeppelt hat und den Funken nun neu vermitteln will. Schmidt gebärdete sich einfach köstlich einfältig.

In der zweiten Halbzeit tanzten die letzten „Schnittchen“ gekonnt als mexikanische Hühner, die Frauen im gelungenen Kostüm waren kaum auszumachen. Zwischendrin rockte das Ophertener Dreigestirn mit dem „so sexy“ Prinzen Jürgen I. (Frantzen), Bauer Carlo I. (Schorn) und Jungfrau Janina I. (Jan Schenk) die Bühne.

Als „Ersatz-Guido“ in Abwesenheit von Prinzenführer Guido Pungg bewährte sich Kalle Stoffels aus Opherten. Prinz Jürgen hatte noch einen amüsanten „Vergleich“ der Schwergewichte Bauer Carlo und dem Kalrather Ortsvorsteher Wolfgang Schnitzler arrangiert.

Einen fulminanten Auftritt zeigte die befreundete KG aus Irresheim, die „Drickes“ machten Stimmung zu einem Karnevalsmedley. Als Gastauftritt präsentierten die „Kneeng Dancers“ aus Opherten einen Schulklassen-Sketch. Das mit Spannung erwartete Männerballett „Dreamboys“ präsentierte sich in aufblasbaren Kostümen als Primaballerinas und erntete stehende Ovationen.

Für schwungvolle Piano- und Gesangseinlagen in den Bühnenaufbaupausen sorgte DJ Mario Baus und für ein fulminantes Schlussbild auf der Bühne alle Akteure des Abends.

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