Jülich - Kurzweiliger Stabwechsel beim größten Arbeitgeber der Region

Kurzweiliger Stabwechsel beim größten Arbeitgeber der Region

Von: hfs.
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Der neue Chef Wolfgang Marquardt überreicht NRW-Ministerin Svenja Schulze Blumen. Foto: hfs.

Jülich. Dr. Karl Eugen Huthmacher begrüßte Hunderte von Gästen im Seekasino des Forschungszentrums beim „Stabwechsel“ im Vorstand mit vorausschauenden Worten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates sprach von einem „schönen und gehaltvollen Abend, der hoffentlich mit einem Sieg der Deutschen Nationalmannschaft endet“.

Gehaltvoll waren die am Rande der Festveranstaltung geführten Gespräche sicherlich. Dafür sorgten schon die anwesenden „Hochkaräter“ aus Wissenschaft, Forschung und Politik, die den Abschied von Prof. Achim Bachem und den Start von Prof. Wolfgang Marquardt miterleben wollten.

Dass bei einem Wechsel auf der Kommandobrücke – den Vergleich stellte NRW-Innovationsministerin Svenja Schulze an – Dankesworte an den zu Verabschiedenden gerichtet werden, ist klar. Dass aber viele Phrasen, die oft zu hören sind, fehlten, war wohltuend. Niemand sprach von „großen Fußstapfen“, in die der Neue treten werde, oder aber von einem „wohl bestellten Feld“, das er vorfinde.

Diese Stimmung machte das „Tschüss an Herrn Bachem“, wie es ein kurzer Trailer von winkenden Mitarbeitern auf dem Gelände wiedergab, zu einer eher kurzweiligen und amüsanten Verabschiedung. Und das war sehr im Sinne des Mannes, der über acht Jahre die Geschicke des Forschungszentrums Jülich lenkte und für dessen Öffnung nach außen sorgte. Das gelang durch Kooperationen mit RWTH und FH Aachen, mit Industriebetrieben in der Region oder aber mit anderen Universitäten und Hochschulen im Land.

„Ich möchte mich zuerst bei denen bedanken, die durch den Filmbeitrag gezeigt haben, welches tolle Zentrum dieses ist, wo die Arbeit sogar getanzt wird“, reagierte der neue FZJ-Chef Marquardt auf Filmsequenzen, an deren Schluss ihm ein „herzliches Willkommen“ entgegen leuchtete.

Mit einem historischen Blick auf das Wissenschaftssystem in Deutschland leitete Marquardt in seiner Rede über auf die Zukunftsperspektiven in Jülich. Er begreift die Grundlagenforschung als Motor und sieht in der Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen mit der Fokussierung auf Innovationsprozesse die Leitbilder. Die Erforschung der Schlüsseltechnologien – Energie, Umwelt und Information –, so Marquardt, würden natürlich beibehalten. Der neue Chef im Stetternicher Forst will auf dieser Basis „gezielt Brückenschläge in die Lebenswissenschaften, die Geo-, Umwelt-, Material- und Ingenieurwissenschaften vornehmen“.

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