Kurzweilige Unterhaltung mit Laetitia

Von: ptj
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Der Männergesangverein braucht neue Impulse: Die „Lätitia“ Hasselsweiler zeigt in ihrem kurzweiligen und sehr amüsanten Programm, wie es geht. Foto: Jagodzinska

Hasselsweiler. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Männergesangverein neue Impulse braucht“. Das betonte Helmut Lieven, Vorsitzender des MGV „Lätitia“ Hasselsweiler, bei seiner Begrüßung im „Musikbühnenwohnzimmer“ des Bürgerhauses.

„Es geht um die Kurzweiligkeit“, setzte er nach. „Weil wir uns unterhalten wollen“, war die traditionelle Musikbühne mit Klängen, Bildern und Emotionen in zwei Blöcke unterteilt. Zunächst erschien der kreative musikalische Kopf, Dirigent Ralph Over, mit Zylinder auf der abgedunkelten Bühne und mimte den umständlichen Clown. Sodann ließ er seine Finger behende über die Tasten gleiten und einige wohlklingende Improvisationen erklangen.

Aus Overs Feder stammten etliche Stücke aus dem ansprechenden Repertoire, ein gelungener Mix aus traditionellem Liedgut und modernen Elementen wie Sprech- und Spielpassagen.

So teilte sich der gastgebende Männerchor anstelle eines klassischen Bühnenaufmarsches erstmalig in zwei Gruppen auf. In langen Reihen rechts und links des großen Saales stimmten die gut ausgebildeten jungen und älteren Sänger poetisch das auf Leinwand eingeblendete „Morgenrot“ an, während das Licht auf der Bühne allmählich heller gedimmt wurde. Over dirigierte inmitten der Gäste. Erst dann nahm die „Lätitia“ auf der Bühne Aufstellung und wünschte vierstimmig in Mundart einen „Jooden Daach“.

Als auf der Leinwand bei Capri die rote Sonne im Meer versank, waren die „Capri-Fischer“ zu hören. Zu „Frühlingswind“ strich der Wind sanft über ein Rapsfeld. Toll war das Stück „Stau“ mit Rap-Tendenzen, verbunden mit der Hoffnung, sich „hier im Stau auf der A4“ wiederzusehen.

In englischer Sprache erklang „Love me tender“, dazu erschien ein rotes Herz mit Liebeswidmung auf der Leinwand. Besonderen Spaß hatte das Publikum, als eine Abordnung von drei cool erscheinenden Sängern mit Sonnenbrille den sarkastisch anmutenden Sprechgesang „Jeanette“ zu Gehör brachten.

Das Bier beim Ausklang

Die Heldin des Liedes hatte alle drei schlichtweg ausgenutzt. Nachdem der Rap verklungen war, läutete Overs Handy. „Jeanette“ begrüßte er die vermeintliche Dame in der Leitung unter allgemeinem Gelächter und brach kurz darauf das Gespräch ab.

Religiös-besinnlich wurde der Chor nach der Pause mit „Horch“, jazzig zeigte er sich mit „Kossako“. Als abwechlungsreiches Intermezzo traten zehn Sänger von „OP Klang“ auf die Bühne, darunter einige aus der „Lätitia“. Es handelte sich dabei um eine neue Initiative von Ralph Over, die Sänger proben getrennt von der „Lätitia“. Zu Gehör brachten sie eigene kurzweilige Kompositionen wie „Annemarie“ oder das Rockstück „Seife“, hierzu wurde ein knapp bekleideter Mann auf einer Straße und ein Stück Kernseife eingeblendet.

Dritte Aufführende im Bunde war die in Hasselsweiler inzwischen wohlbekannte Solistin Verena Günter. Unter Klavierbegleitung von Over interpretierte die Altistin moderne Kompositionen wie „Lauf, Linda, lauf“ oder sie beschrieb musikalisch die Stimmung „Im Park“.

Im vollen Bühnenlicht gaben sich die Gastgeber abschließend trinkfreudig beschwingt im stets schleppender werdenen Lied „Ein Bier“. Darin kündigten sie unter anderem an: „Wir trinken mit Freuden ein Bier und stehen vereint an der Theke.“

Nach kräftigem Applaus wurde besagtes Bier im Anschluss beim gemütlichen Ausklang gezapft. Traditionell kommt ein Drittel des Eintrittspreises einem Musikprojekt in der Gemeinde zugute.

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