Kurze Wege im Titzer Rathaus

Von: jago
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Behindertengerechter Umbau des Titzer Rathauses: Nicht nur den „Vätern des Umbaus” Josef Nüßer (4.v.l.) und Hans Schüller (Mitte) präsentierte Bürgermeister Jürgen Frantzen (5.v.l.) mit seinem Team die in neuem Glanz erstrahlenden Räume. Foto: Jagodzinska

Titz. Nach Fertigstellung umfangreicher Umbaumaßnahmen hat die Titzer Gemeindeverwaltung den Bürgern mit einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit geboten, ihr nunmehr barrierefreis und behindertengerechtes Rathaus in Augenschein zu nehmen.

Im nunmehr Bürgersaal genannten Sitzungssaal begrüßte Bürgermeister Jürgen Frantzen unter den Gästen mit seinem Amtsvorgänger Josef Nüßer und dem VdK-Ortsverbandsvorsitzenden Hans Schüller aus Rödingen ganz besonders und stellvertretend für die vielen, die zum Erfolg beigetragen haben, „die beiden Väter des Titzer Rathausumbaus”.

Frantzen würdigte das aus deren Initiative entstandene Projekt als „Modellobjekt für andere öffentliche Bauten in der Region”. Er fügte an, dass der Ratssaal sich als „Keimzelle der Demokratie” über die originäre Funktion hinaus von einer „Zumutung für seh- und hörgeschädigte Menschen” zur „Guten Stube der Gemeinde” entwickelt habe. Diese steht nun zur Nutzung für kulturelle und private Veranstaltungen zur Verfügung.

Bürger mit Behinderung

Neben der Freude über das Erreichte brachte Hans Schüller nicht nur als VdK-Funktionär sondern auch als Bürger mit Behinderung kritische Worte zu Gehör, die inbesondere in die Richtung einiger seiner Meinung nach Verzögerungstatktik betrieben habender Ratsmitglieder ging. Schüller mahnte den noch ausstehenden Einbau eines Aufzugs an.

Dieser wird sich laut Frantzen auf jeden Fall durch die Ausweisung der „erforderlichen Finanzmittel im Verwaltungsentwurf entweder des Haushaltsplans 2012 oder dem für 2013” wiederfinden. „Wir halten Wort!”, bekräftigte der Bürgermeister.

Deutlich sichtbar hat sich für den Bürger der Eingangsbereich im Sinn der kurzen Wege gewandelt. So befindet man sich direkt nach Eintritt im im Foyer platzierten Bürgerbüro. Hier handelt es sich um einen tatsächlichen Arbeitsbereich und nicht um ein Empfangsbüro. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit die Umstrukturierung sich bewähren wird.

Die Praxis testete der auf den Rollstuhl angewiesene Fabian Landgraf direkt vor Ort und stellte zufrieden fest: „Es ist nicht nur heller und freundlicher, für mich ist durch die Anpassung der Thekenhöhe die Erreichbarkeit wesentlich verbessert worden.”

Ergänzt wurde der Präsentationstag durch einen Vortrag des Architekten Peter Bruntsch, für die musikalische Bereicherung sorgte wie häufig bei derartigen Anlässen der Männergesangverein (MGV) Laetitia Hasselsweiler.
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