Kunstverein präsentiert Günther Kròls Fotoausstellung „Kontraste“

Von: -vpu-
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Günther Kròl, Fotograf und Mitarbeiter unserer Zeitung, zeigt im Jülicher Hexenturm sehenswerte „Kontraste“: Das ist der Titel seiner Fotoausstellung beim Kunstverein Jülich. Foto: Uerlings

Jülich. „Es ist lange her, dass wir hier Fotografien gesehen haben“, räumte Kirsten Müller-Lehnen am Freitagabend im Hexenturm ein. Mit der ersten Ausstellung des Jahres rückt der Kunstverein Jülich diese Kunstform wieder einmal in den Fokus, erklärte die Vorsitzende vor zahlreichen Gästen, die sich von den „Augenblicken“ begeistert zeigten, die Günther Kròl mit der Kamera verewigt hat.

Der passionierte Fotograf aus Körrenzig arbeitet seit Jahrzehnten für unsere Zeitung. Im Rahmen dieser Tätigkeit geht es oft und meist um das „schnelle Bild“, das schon eine Kunst für sich ist. Bei seinen Reisen und in seiner Freizeit findet Günther Kròl die Muße, seinen Blick auch durch den Sucher weit zu öffnen. Und so zeigt er unter dem Titel „Kontraste“ in Jülich nun bis zum 6. April zum Teil atemberaubende Landschaften aus Gletscher-Eis (Island), vor dem das Meer tobt, aber auch viele mediterrane Landstriche, die er besucht und „erwandert“ hat. Ganz im Gegensatz dazu scheinen die Industrie-Fotografien, die aber durch geschicktes Spiel mit Licht, Farben und Perspektiven ebenfalls landschaftsartig wirken. Eine ganz besondere Mikro-„Landschaft“ ist das größte Foto der Schau, das einen Ausschnitt einer alten Keramikertür darbietet und beim flüchtigen Blick wie fotorealistisch gemalt wirkt, aber eben nicht ist.

Neben den scheinbaren inhaltlichen Gegensätzen der ausgestellten Fotografien biete ein jedes Bild für sich verschiedene Kontraste, erklärte Professor Hans-Martin Kuss aus Hückelhoven bei der Eröffnung. Der Chemiker im Ruhestand ist selbst seit fast 20 Jahren Kunstfotograf. Er legte den Gästen die Hell-Dunkel-, formale und farbliche Kontraste dar, die sich in Kròls Fotos finden lassen. Ein kontrastreiches Bild sei spannend und damit interessant. „Trotzdem ist Harmonie möglich“, sagte Kuss und zeigte Beispiele. Die Wirkung der Werke gehe weit „über das rein Dokumentarische hinaus“.

Bei der Eröffnung im Hexenturm ging Kunstvereinsvorsitzende Kirsten Müller-Lehnen kurz auf die Kontroverse über diese historische Örtlichkeit ein. „Wir möchten den Turm und diesen Kunststandort gern weiter nutzen“, sagte sie, da die KG Ulk ebenfalls in das alte Stadttor „einziehen“ möchte.

Die Ausstellung „Kontraste“ ist bis zum 6. April samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

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