Jülich - Kunstverein-Kolloquium: Präsentation und Erläuterung

Kunstverein-Kolloquium: Präsentation und Erläuterung

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Mirjana Stein-Arsic berichtete mit Begeisterung von ihren Studien. Foto: Hans-Peter Bochem

Jülich. Seit einigen Jahren organisiert der Kunstverein Jülich an den beiden ersten Adventssonntagen im Dezember eine Kolloquiumsreihe, wobei den Mitgliedern eine Plattform geboten wird, sowohl für die Präsentation der eigenen Werke als auch für die Erläuterung der individuellen Wege zur Kunst.

Am 2. Adventssonntag hat Dr. Mirjana Stein-Arsic, die seit 38 Jahren Mitglied des Vereins ist, ihr künstlerisches Schaffen präsentiert. In einer Retrospektive mit ausgewählten Arbeiten, beginnend mit Aquarellen aus der Schulzeit bis hin zu neuesten Grafiken und Acrylbildern, hat sie ihre Kunst und ihre Entwicklung sehr eindrucksvoll gezeigt. Zum Thema „Wie ich die Linie endeckte“ hielt sie einen Vortrag mit vielen Beispielen, Zufallserlebnissen und Anekdoten aus ihrem Leben mit der Kunst.

Mirjana Stein-Arsic sagte zur Bedeutung der Linie: „Unsere Umgebung ist voll mit Linien unterschiedlichster Art. Sie begleiten uns überall, beim Einkaufen, beim Spaziergehen, auf unserem Weg nach Hause. Mal verlaufen sie geradeaus, mal treffen sie sich, mal berühren sie sich, mal kreuzen sie sich. Mit der Zeit verändern sie sich. Sie werden länger oder kürzer, dicker oder dünner, nehmen eine andere Richtung ein. Sie bleiben immer präsent, auch wenn man sie nicht bewusst zur Kenntnis nimmt. Insbesondere die Grafik bietet sich an, das Phänomen Linie zu beobachten, sie zu gestalten, sie zu reproduzieren, mit ihr zu spielen.

Eine spontan gezogene Linie, ich nenne sie ‚Freie Linie‘, kann oft überraschen. Unterschiedliche Materialien wie Papier, Leinwand oder eine Metalloberfläche beeinflussen die Linienform. Sie kann stark betont, oder dezent und leise verlaufen. Beispiele, wie Zeichnungen mit Tusche, mit Acryl oder mit der Kaltnadel, sie alle zeigen, wie unterschiedlich sich eine Linie darstellen kann. Das Wort Linie schreibt man mit nur fünf Buchstaben, aber sie erscheint in unendlich vielen Variationen. Ein starkes Phänomen!“

Die Begeisterung, mit der Stein-Arsic von ihren Studien bis hin zu den großen internationalen Ausstellungsreisen berichtete, schlug schnell auf die Zuhörer im voll besetzten Hexenturm, dem Domizil des Jülicher Kunstvereins, über. Kunst stand wieder im Fokus, und die Begegnung mit ihr, repräsentiert durch die überzeugende Vermittlung, war ein lebendiges Beispiel dafür, wie sich ein Lebenstraum verwirklichen lässt.

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