Kunstverein Jülich versteigert Bildernachlass von Dr. Leyens

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Die frühere Kunstvereins-Vorsitzende Birgit Leyens hat 200 Arbeiten hinterlassen, die für einen guten Zweck versteigert werden. Foto: L. Leyens

Jülich. Der Kunstverein Jülich greift am kommenden Sonntag, 14. Mai, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr ein Vorhaben auf, das seiner ehemaligen Vorsitzenden Dr. Birgit Leyens sehr am Herzen lag: die Umsetzung kunstpädagogischer Arbeit in Einrichtungen der Alten- und Demenzbetreuung.

Um für dieses Vorhaben Geldmittel einzuwerben, versteigert die Familie, initiiert durch den Neffen Lucas Leyens, mit Unterstützung des Kunstvereins den Bildernachlass ihrer Angehörigen, die nicht nur Ärztin, sondern auch aktiv am Kunstgeschehen beteiligt war.

Umfangreiches Kunsterbe

Das hinterlassene Kunsterbe ist umfangreich. Mehr als 200 Arbeiten hat die Familie vorgefunden. So reifte gemeinsam die Idee, der Öffentlichkeit durch Versteigerung und Sonderverkauf die Bilder anzubieten mit dem Ziel, einen Fonds anzulegen, aus dem Kunstaktivitäten mit Menschen in Pflegeeinrichtungen bezahlt werden können. Der Erlös würde eine Verbindung herstellen zwischen den künstlerischen und medizinischen Zielen, die Birgit Leyens zeitlebens tatkräftig vereint hat.

Den normalen Tag bereichern

Gelingt der Plan, werden Künstler gegen einen kleinen Obolus Workshops in den Pflegeeinrichtungen anbieten, die Kreativität der Menschen dort anregen und so den normalen Tag bereichern, heißt es in der Ankündigung des Kunstvereins. Diese Aufgabe, so sagen es wissenschaftliche Publikationen und Künstler, die diese Arbeit regelmäßig ausüben, bringe allen Mitwirkenden Vorteile: die Belebung der Sinne durch den Gebrauch der Farben und Werkzeuge, die Freude an der Wiederentdeckung verschütteter Fähigkeiten, der Stolz über das unvermutet erreichte Ergebnis. Nicht zuletzt begegnen sich Kunst und Medizin auch bei den Lehrenden. Kunstpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist wissenschaftlich gesichert, die Arbeit in Pflegeeinrichtungen steht am Anfang der Erprobung. Der Kunstverein Jülich und die engagierte Familie hoffen, mit ihrer Aktion viele interessierte Menschen zu erreichen.

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