Kunstkurs der GHS Ruraue möchte zur Entlassfeier „Projekt“ vollenden

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Das Künstlerpaar Rosy und Michael Küpper, dazwischen Doris Vogel besuchten die Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses bei ihrer Arbeit an dem Wolkenmobile; am Pult Karin Stobbe. Foto: Krukenberg

Jülich. Die Redensart „Ich schwebe auf Wolke sieben“ beschreibt eine außergewöhnliche Hochstimmung, zum Beispiel das Gefühl von purer Freude oder auch Verliebtheit. Auch in der Schule kann es einem schon mal so ergehen. Daneben gibt es während der Schulzeit Momente, da fühlt mach sich eher wie auf Wolke eins.

Unter dem Titel: „Zwischen Wolke 1 und Wolke 7 – Ende der Schulzeit – Eintritt ins Leben“ setzt sich der Kunstkurs der Jülicher GHS Ruraue in einem Kunstprojekt unter Leitung des Künstlers Michael Küpper mit dieser Thematik auseinander. Im Unterricht entsteht ein Wolkenmobile, wobei sich bemalte Module (Wünsche, Träume, Erinnerungen, Ängste) im Kreis drehen.

Sie stehen stellvertretend für die Sorgen und Wünsche, den beiden Polen jedes Zukünftigen. Die Wolkengebilde der Erinnerung, Hoffnung und Ängste sollen am Ende an einer zentralen Stelle des Schulgebäudes schweben und den letzten Jahrgang des GHS Ruraue ins Leben begleiten. Die Wünsche, Erinnerungen, Träume und Ängste der Schülerinnen und Schüler werden durch das Projekt aufgedeckt, formuliert und dann sinnbildlich an die Decke gehängt, also losgelassen.

Die Bewerbung beim Landesprogramm „Kultur und Schule“ mit diesem Projekt hat zum Bedauern der Schule keine Berücksichtigung gefunden. Als Jülichs Dezernentin Doris Vogel während eines Schulbesuchs von dem Projekt und der Ablehnung erfuhr, aktivierte sie ihr Netzwerk und setzte sich für das Projekt ein, bis sie Sponsoren fand, die das Projekt finanzierten. Seit Herbst 2016 wird Dank der großen Unterstützung das Kunstprojekt an der GHS Rur-aue umgesetzt.

Bei einem erneuten Besuch von Doris Vogel in der Schule erläuterten zwei Kunstschülerinnen ihr, was der Kurs bisher gestaltet hat. „Wir haben viele neue Techniken kennengelernt und konnten mit Farben und Werkzeugen experimentieren und ausprobieren. Das ist toll“, fügten sie ihren Beschreibungen hinzu. „Vielen Dank, dass Sie so hartnäckig geblieben sind und Sponsoren gefunden haben“, meinten sie und schilderten: „Herr Küpper hat eine Druckerpresse angeschafft, so dass wir Hoch- und Tiefdruckbilder gestalten konnten. Die Ergebnisse sind echt krass.“

Sie berichteten ebenfalls von ihrer Arbeit mit der Kalligraphin Rosy Küpper. „Frau Küpper hat uns die Kunst des Schönschreibens gezeigt. Wir hätten nie gedacht, dass Schreiben so schön sein kann.“ Die Ergebnisse werden selbstverständlich in das Wolkenprojekt eingebunden.

Michael Küpper gab zu bedenken, dass von allen Schülern und Schülerinnen bereits zahlreiche Motive für die rosa, also positive Seite der Wolken gestaltet wurden, es fehlten aber Arbeiten, die die negativen Schulerfahrungen symbolisieren. Als darauf die Schüler und Schülerinnen mit Schweigen reagierten, meldete sich Doris Vogel zu Wort: „Wenn die graue Seite leerer ist, heißt das doch, ihr hattet eine gute Schulzeit. Das bedeutet, ihr besucht eine gute Schule. Das solltet ihr so lassen.“ Diese Idee traf bei allen auf große Zustimmung.

Nachdem Dezernentin Vogel sich die einzelnen Schülerarbeiten genau angesehen hatte, verabschiedete sie sich herzlich und betonte, ihr habe der Besuch viel Freude bereitet.

Bis die Wolkengebilde fertig sind, steht im Kunstkurs noch einige Arbeit an. Zur Entlassfeier soll das Wolkenmobile über den Köpfen der Festgemeinde schweben. Für die Zukunft erinnern die Wolken, so die Schüler, hoffentlich noch lange daran, dass die GHS Ruraue eine Schule war, mit der viele positive Erinnerungen verbunden werden.

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