Kunstausstellung in Linich: „Stahl und Stift“

Von: Kr.
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Sie freuen sich auf die Ausstellungseröffnung am kommenden Donnerstag in der Senioren Wohnanlage am Mühlenteich. Von links Willy Arlt, Heimleiterin Johanna Wagemann, Veronika Kropidlowski und der stellvertretende Heimleiter Tom Runge. Foto: Krol

Linnich. „Stahl und Stift“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Donnerstag, 17. November, um 19.00 Uhr in der Wohnanlage für Senioren und Behinderte „Am Mühlenteich“ in Linnich eröffnet wird. Bis zum 29. Dezember können sich die Bewohner der Wohnanlage sowie ihre Besucher und die Gäste des Cafés an den Zeichnungen von Veronika Kropidlowski und den Stahlplastiken von Willi Arlt erfreuen.

Die Kunst hat immer eine wichtige Rolle im Leben des Künstlers gespielt, doch Familie und Beruf ließen es zunächst nicht zu, selbst aktiv zu werden. Doch um den Jahrtausendwechsel, als sein Leben ruhiger wurde, machte er sich daran, selbst Kunst zu schaffen. Sein bevorzugtes Material ist der Baustahl, den er mit einem speziellen Schweißverfahren zum Leben erweckt.

Das Menschliche rückt er dabei in den Mittelpunkt, und so entstehen Gestalten, um die sich nicht selten ganze Geschichten ranken. Seine eigenen Gefühle und Gedanken packt er in diese Werke, lässt dem Betrachter aber auch Raum für seine eigenen Eindrücke. Wichtig sind Willi Arlt auch stets die Titel, denn seine Arbeiten stehen meist im Zusammenhang mit einem Text.

In Linnich zeigt Willi Arlt, der in Lindern lebt und arbeitet, rund 15 seiner Arbeiten. Im Innenhof der Wohnanlage hat er seine Wächter platziert, lebensgroße menschliche Gestalten, auf ein Minimum reduziert. Eine seiner Arbeiten ist die abstrakte Plastik „Obhut“. Hier nehmen der Würfel und die Pyramide, die kleiner scheinende Kugel sin ihre Mitte und damit in ihre Obhut.

Neben der eigenen künstlerischen Tätigkeit engagiert Arlt sich in Künstlervereinigungen und ist unter anderem im Kaleidoskop der Sinne in Erkelenz aktiv, wo bildende Kunst, Literatur und Theater sowie Musik zusammentreffen.

Mit dem Stift arbeitet überwiegend Veronika Kropidlowski, die zunächst ihre künstlerische Tätigkeit mit Aquarellmalerei begann. „Das war mir nicht exakt genug. Ich wollte kontrollierter und detailgetreu arbeiten“, erklärt sie. Ihr ganz großes Thema sind Augen, ob vom Mensch, dem Tier oder Bäumen. Für die Bewohner des Altenheims hat sie sich allerdings lieber für Stillleben entschieden, die zum überwiegenden Teil Lebensmittel darstellen. Da ist die Kalorienbombe, Reste einer Eistorte, feurige Chilis, Kürbis und Paprika und ein Teller mit Pommes, die sie originalgetreu mit ihren Farbstiften festgehalten hat.

Doch auch ihre jüngeren Baumstudien zeigt sie, zunächst der Stamm als Ganzes, daneben verschiedene Details, die sie größer ausarbeitet. Ihre feinen detailgetreuen Arbeiten in weichen Linien und Farben stehen in einem spannenden Dialog zu den schweren, und starren Metallarbeiten, die dennoch etwas Filigranes haben und diese Ausstellung zu einer runden und ausgewogenen Sache machen.

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