Jülich - Kunst von Markus Lüpertz strahlt archaische Kraft aus

Kunst von Markus Lüpertz strahlt archaische Kraft aus

Von: mio
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Georg Lowen (v.l.), Kunsthistoriker Stefan Skowron, Marita Lowen und Landrat Wolfgang Spelthahn als Schirmherr nehmen die neue Skulptur der Fortuna in ihre Mitte. Foto: Mira Otto

Jülich. In der Kunstgalerie an der Zitadelle werden bis Ende Juni beinahe 50 Werke des künstlerischen Urgesteins Markus Lüpertz ausgestellt. Dabei befinden sich unterschiedlichste Grafiken – von Kaltnadelradierungen bis zur Farblithurgrafie – und einige Skulpuren. Darunter sind auch neuere Werke wie die Fortuna und der Atlas. Besonders die antike Mythologie steht im Zentrum der Ausstellung.

„Lüpertz vermenschlicht die Götter, ähnlich einem Spiegel der Menschheit“, sagte Kunsthistoriker Stefan Skowron und ergänzte: „So ist der Atlas, der die Weltkugel trägt, unter der Last leicht nach vorne gebeugt. Es ist ein Spiel zwischen Leichtigkeit und Schwere.“

Landrat Wolfgang Spelthahn, der die Ausstellung am vergangen Wochenende eröffnete, sagte zu Lüpertz: „Seine Kunst strahlt geradezu eine archaische Kraft aus.“

Markus Lüpertz schafft es, in seiner Kunst, die starken Bilder der griechischen Mythologie in einem anderen Licht erstrahlen zu lassen. Auch die Skulptur des Odysseus, die nun in der Gallerie besichtigt werden kann, scheint mit seinem Schiff verwachsen. Herkules ist in der Kaltnadelradierung als glatzköpfiger, alter Mann dargestellt, der mit den Gebrechen des Alters kämpft. „Hierbei ist die Ausstellung nur ein winziger Teil des Werkes“, betonte Skowron.

Markus Lüpertz, Maler, Grafiker und Bildhauer, der auch in der Dichtung und Musik Anklang findet, stellt zurzeit ebenfalls in Peking, Paris und Wien aus. Aus Zeitgründen konnte der Künstler an seiner Vernissage nicht teilnehmen. Jedoch gibt der Künstler am 18. Juni in Heimbach ein Jazzkonzert. Im kommenden Jahr feiert er mit einer Glaskunstausstellung seinen 75. Geburtstag unter anderem im Glasmalerei-Museum Linnich.

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