Kunst verbindet: Ausstellung im Hexenturm

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Jülich. Der Kunstverein Jülich eröffnet am Freitag in Kooperation mit dem Integrationsrat der Stadt Jülich um 19.30 Uhr die Ausstellung „Kunst verbindet“ im Hexenturm.

Angeregt durch die Partnerinitiative des Landes NRW „Vielfalt verbindet. Interkulturelle Öffnung als Erfolgsfaktor“, der sich die Stadt Jülich im Oktober 2016 anschloss, haben der Kunstverein Jülich und der Integrationsrat der Stadt die Idee entwickelt, Künstlern mit Migrationserfahrung eine Plattform zu bieten. Ziel ist die Teilhabe an der Gestaltung der Jülicher Kunstszene.

In den folgenden Monaten wurden durch eine Ausschreibung bildende Künstler angesprochen, die entweder in Kontakt mit den hier ansässigen Kulturvereinen sind, in Jülich wohnen oder hier arbeiten und selbst Erfahrungen mit Zuwanderung machten. Im Fokus sollte der Wunsch stehen, gemeinsam unterschiedliche Aspekte des Verbindens in den Werken zu zeigen.

Zeichnungen und Fotografien

Sechs Künstlerinnen und Künstler wurden für die Ausstellung ausgewählt: Barbara Kobertz wurde in Polen geboren, sie lebt seit 2008 in Jülich. Die Architektin und Kunstdesignerin zeigt aus ihrem Repertoire architektonische Zeichnungen von Bauwerken ihrer Heimat und stellt diese einer Fotoserie gegenüber, die sie in Jülich machte.

Sulaiman Kolos, 1973 in Syrien geboren, widmet sich in seinen Arbeiten dem Thema Kontakt. Dabei steht der menschliche Körper im Vordergrund und die Frage nach der eigenen Identität. Da es ihm selbst bisher nicht gelungen ist, das Land zu verlassen, wird ihn sein Freund Alan Kardo, der die Bilder an sich nehmen konnte und in Jülich lebt, vertreten.

Olga Peters, geboren 1989 in Kasachstan, verbrachte ihre Kindheit in Jülich. Sie arbeitet in Acryl auf Leinwand, zeigt Hände und Füße, durch die sich Bänder wickeln. In ihrer Gestik und Farbigkeit lässt die ausgebildete Mediendesignerin auf vielfältige Verbindungen schließen.

Lan Shao, 1978 in Zhengzhou, in der Volksrepublik China geboren, war zuletzt Kunstlehrerin am Jiangxi Institut für Mode-Technologie, bevor sie 2009 nach Deutschland kam. Durch Kontakt zum chinesischen Kulturverein erfuhr sie von der Ausstellung in Jülich. Ihre bemalten Skulpturen thematisieren die Mutter-Kind Verbindung.

In die Tiefe

Tatsuo Shoji, 1949 geboren, kommt aus Japan nach Jülich. Hier arbeitet er am Forschungszentrum. Als Künstler konnte er sich in seiner Heimat einen Namen machen. Mittels Keramikpulver und Farblasuren erreichen seine Bilder eine Oberfläche, die in die Tiefen des asiatischen Geistes führt.

Myriam Woischnik de Buck wurde 1945 in Belgien geboren, sie lebt seit 1972 in Jülich und beschäftigt sich als Autodidaktin mit Fotografie. Ausgewählt wurden Fotos, die die Genüsse ihres Heimatlandes zeigen, Pralinen, Bier, Fritten, geräucherter Schinken. Blicke durch Schaufenster lassen die Sehnsucht nach den frühen Jahren erkennen.

Dr. Josef Gülpers wird bei der Eröffnung die Laudatio halten. Die musikalische Rahmung der Vernissage übernimmt der Hulusi-Chor mit traditionellen chinesischen Flöten und Herr Tahiri, der mit seiner Mandoline aufspielt. Für das leibliche Wohl sorgt Souad Kerroumi.

Zu sehen ist die Ausstellung im Hexenturm bis Sonntag, 1. Oktober. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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