Linnich - Kulturrucksack: Das legendäre Atlantis ganz aus Glas

Kulturrucksack: Das legendäre Atlantis ganz aus Glas

Von: Kr
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Voller Stolz präsentierten die jungen Künstler zum Abschluss ihre Arbeiten im Deutschen Glasmalerei Museum. Betreut von Helga Berendsen (hinten 3.v.r.) hatten sie aus Glas das sagenumwobene Atlantis wiedererstehen lassen. Foto: Kròl
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Buddelschiffe aus Glas standen in diesem Jahr ebenfalls auf dem Workshop-Programm.

Linnich. „Kunst ist schön, macht aber verdammt viel Arbeit“, griff Helga Berendsen das bekannte Zitat von Karl Valentin auf, als sie die Teilnehmer der diesjährigen Kulturrucksack Aktion im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich zur Abschlussveranstaltung begrüßte.

Wie viel Wahrheit in dem Valentin-Spruch steckt, hatten die rund 50 Kinder, die an dieser Aktion teilgenommen hatten, dann auch am eigenen Leib erfahren können. Doch sie hatten sich davon nicht schrecken lassen. Im Gegenteil. Sie ließen auf der obersten Etage des Museum war die sagenumwobene Stadt „Atlantis“ wiedererstehen.

Wie in den vergangenen Jahren auch war es ganz erstaunlich, was die Kinder in den Workshops rund um das Thema „Atlantis eine versunkenen Stadt“ aus Glas zustande gebracht hatten. „Ich habe schon viel Glaskunst gesehen, aber das hier setzt mich immer wieder in Erstaunen, und es tut mir nur Leid, dass wir die Kunstwerke nicht länger präsentieren können“, erklärte dann auch Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski.

Neben den Palästen, Tempeln, und Häusern waren Wassergärten entstanden, Straßen und Plätze mit Denkmälern, Triumphbögen und vieles mehr. Schmuckdosen hatten die Kinder verziert, und als ganz besonderes Highlight waren in diesem Jahr Buddelschiffe aus Glas entstanden.

„Es hat wieder unheimlich viel Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten“, erklärte Helga Berendsen, und dies, obwohl sie unter erschwerten Bedingungen arbeiten musste. Vor kurzem mit ihrer Familie nach Cuxhaven verzogen, musste sie die Vorbereitungen aus dem hohen Norden heraus bewerkstelligen. Deshalb verabschiedete sie sich nun auch von den Kindern, doch der Kulturrucksack soll im nächsten Jahr wieder stattfinden, allerdings unter anderer Leitung.

„Ich finde es gut, dass man hier frei bauen kann, und wann hat man schon einmal die Gelegenheit mit Glas zu arbeiten“, erzählte Mirko Wynands aus Heinsberg. Er ist einer der „Wiederholungstäter“, war zum vierten Mal und damit von Anfang an bei der Aktion „Kulturrucksack“ in Linnich dabei und will im nächsten Jahr wiederkommen. Auch Marie Wehrstedt war vier Mal mit von der Partie, und den beiden „Alten Hasen“ sah man ebenso wie allen anderen Kindern noch die Begeisterung an, mit der sie an dieser Aktion teilnahmen.

Vom Land NRW wird der „Kulturrucksack“ gefördert mit dem Hintergedanken, Kinder und Jugendliche frühzeitig an Kunst und Kultur heranzuführen. So ist es dem Museum möglich diese Workshops kostenlos anzubieten.

Anbieten kann das Museum durch diese Förderung auch zwei Foto-Workshops. Hinter den Glasobjekten prangte dann auch eine große Fotocollage, die unter Anleitung es Fotografen Elmar Valter entstanden war. Vom Himmel mit seiner Wolken-Formation über die Dachlandschaft, Aufnahmen von den Kunstwerken bis hin zum Mühlenteich, der unter dem Museum hindurchfließt, und seiner Flora hatten die Kinder dieses einzigartige Kunstwerk geschaffen. Es soll dann auch noch eine Zeit lang hängen bleiben und die Besucher des Museums auf diese Aktion aufmerksam machen.

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