Kulturellen Mittelpunkt geschaffen

Von: ptj
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Die neue Mannschaft präsentiert sich zur 25-Jahrfeier: Der neue Vorsitzende Heinz Spiegelmacher (2.v.l.), sein verdienter Vorgänger (4.v. l. vorne) und Ehrenvorsitzender Matthias Bardenheuer mit seiner Lebensgefährtin Hanny. Foto: Jagodzinska

Frenz. Was entsteht, wenn „neue Gedanken alte Strukturen zerstören?” Der alten Schule Frenz drohte 1983 der Abriss, nachdem zwei Jahre zuvor auf Beschluss des Gemeinderates Inden wegen Umstrukturierung der Schulbetrieb eingestellt worden war.

Diesen Zustand verglich Laudator Johannes Wittgen auf der 25-Jahr-Feier mit dem Ausgangspunkt einer „Revolution”, denn die Schule ermöglichte auch Vereinsleben und Jugendarbeit.

Die Interessengemeinschaft aller Frenzer Vereine und der Kirchengemeinde reagierte unter Federführung von Matthias Bardenheuer auf Ablehnung und Unmut der Frenzer Bürger und erstellte eine Resolution zum Erhalt des Gebäudes. Im Oktober 1983 ging der Antrag an die Gemeindeverwaltung, im November folgte ein weiterer Antrag mit Nutzungsvorschlägen. „Abwegiger Skepsis und zögerlichen Entscheidungen” setzten viele Frenzer „unermüdlichen Einsatz, Beharrlichkeit und Phantasie” entgegen.

Im Februar 1984 schlug der damalige Bürgermeister Willi Wolff als Kompromiss vor, die Schule der Interessengemeinschaft zur Nutzung anzubieten, vorausgesetzt, sie trage die Unterhaltskosten. Von Seiten der Gemeinde stellte man in diesem Fall Mittel für die Sanierungsarbeiten in Aussicht. Die Fraktionen stimmten zu.

Am 16. Juli wurde der vertragsberechtigte „Interessenkreis Schule Frenz” (IK) gegründet. Es folgte eine Planungsphase mit Kalkulationen und harten Verhandlungen zwischen Gemeinde und dem IK. Die erste Nutzungsvereinbarung wurde im Juli 1985 unterschrieben, gefolgt von der ersten Umbaumaßnahme, bei der 130 Frenzer Bürger etwa 11000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten. Ein 100 Quadratmeter großer Erweiterungsbau schloss sich an. Einweihung durfte im Februar 1987 gefeiert werden.

In jüngere Hände

Bis heute unterstützen die Gemeinde Inden Eigentümer, Klein- und Großbetriebe und andere Institutionen dieses Projekt durch Beratung, Mitarbeit, Einsatz von Gerätschaften, Finanz- und Sachspenden und verhalfen so der alten Schule dazu, „kultureller Mittelpunkt” zu sein.

Nach 25-jährigem Dauereinsatz gab der 73-jährige Vorsitzende Matthias Bardenheuer sein Amt „in jüngere Hände”, die von Heinz Spiegelmacher. Sichtlich bewegt bekundete der „kreative Motor und Inspirator” Bardenheuer seine Freude an der Arbeit, gestand aber ein, „oft an seine Leistungsgrenzen” gestoßen zu sein.

Sein Dank galt vor allem seiner Lebensgefährtin Hanny und seinen beiden Söhnen, aber auch den „vielen ehrenamtlichen Helfern, den Gewerbetreibenden und Großunternehmen und Bürgermeister Ulrich Schuster mit seiner Mannschaft”. Dieser bescheinigte später als erster im Gratulantenreigen, „viel und hart diskutiert zu haben, aber immer fair und über Machbares”.

Der neue Vorsitzende stellte sein neues Team vor und ernannte Matthias Bardenheuer zum Ehrenvorsitzenden.
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