Boslar - „Kultur ohne Grenzen“: Großer Andrang beim Hauskonzert

„Kultur ohne Grenzen“: Großer Andrang beim Hauskonzert

Von: hivi
Letzte Aktualisierung:
10542334.jpg
Antonio Fugueroa Caceres (l) und Basilius Alawad zusammen mit der Hausherrin Dr. Margret Peek-Horn beim Hauskonzert in Boslar. Foto: Wolfgang Emde

Boslar. Der Verein „Kultur ohne Grenzen“, der sich für Künstler im Exil einsetzt und ihnen eine Plattform für öffentliche Auftritte ermöglicht, lud zu einem weiteren Konzert ein. Hauskonzerte haben ihren eigenen Charme.

 Menschen, die kulturell interessiert und engagiert sind, öffnen ihre Türen und lassen die Besucher in ihre Privatsphäre eintauchen. Ein besonderes Ambiente bot der Vierkanthof Peek-Horn in Boslar. Liebevoll restaurierte und ausgebaute Gebäude und Stallungen, ein begrünter Innenhof, ein Blick vom großzügigen Wohn- und Veranstaltungsraum in den Garten luden ein.

Die Herzlichkeit der Gastgeberin Dr. Margret Peek-Horn gab den über 100 Zuhörern das Gefühl des Willkommenseins. Das große Interesse an diesem Konzert war berechtigt. Die Gäste begegneten zwei interessanten Musikern. Der Physiker und Cembalist Antonio Figueroa Caceres stammt aus Venezuela und genoss eine musikalische Ausbildung bei anerkannten Institutionen. Basilius Alawad studierte in Damaskus am Konservatorium Cello.

Im Konzert begegneten sich zwei junge Musiker, die ihre Instrumente perfekt beherrschen. In ihrer Werkauswahl spiegelte sich ihre Mentalität und musikalische Ausrichtung wider. Caceres wählte klassische Werke bekannter Komponisten. Er begeisterte durch präzisen Anschlag, ausgefeilte Technik und einfühlsame musikalische Interpretation.

Die Fuge aus dem „Musikalischen Opfer“ von Johann Sebastian Bach war ein beeindruckendes Beispiel seiner präzisen Technik und hohen Musikalität. Besonders interessant war die Aufführung des Kreolischen Präludiums von Rodrigo Piera, bei dem er die ansteigende Dramatik herausarbeitete. Basilius Alawad beherrscht das klassische Cello und bewies dies mit einer perfekten Bach-Interpretation.

Der Reiz seiner Werkauswahl lag in der Gegensätzlichkeit. Sein Cello ist mehr als ein Instrument. Es ist Werkzeug für die Übertragung von Emotionen in die Musik. Seine orientalischen Improvisationen, die auf traditionellen Melodien oder eigenen Kompositionen beruhen, sind sehr ausdrucksstark und spiegeln die Trauer der Menschen wider, die von den Schrecken des Krieges betroffen sind. Gemeinsam musizierten die beiden Künstler die Sonate A-Moll von Antonio Vivaldi. Sie boten ein perfektes, einfühlsames Zusammenspiel und arbeiteten den Charakter der Sätze gekonnt heraus. Besonders begeisterten sie mit dem rasant gespielten 3. Satz. Mit einem gemeinsamen Lied schloss das Programm.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert