Künstlerische „Bilderspur“ durch das St. Josef-Krankenhaus

Von: jago
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Einer „Bilderspur“ gefolgt ist die Titzer Künstlerin Inge von Mueller. Zu sehen sein werden die Werke im Linnicher Krankenhaus vom 9. September bis zum 30. Dezember. Foto: Jagodzinska)

Titz. In der Vergangenheit hat die Verwaltung des Linnicher St. Josef- Krankenhauses Künstlern aus der Region immer wieder die Gelegenheit geboten, ihre Werke zu präsentieren.

Der Gedanke hinter den primär im Eingangsbereich angeordneten Ausstellungen waren unter anderem, Besuchern im Bereich der Ambulanz durch die Beschäftigung mit den Bildern Wartezeiten zu verkürzen oder Patienten eine gedankliche Ablenkung zu ermöglichen.

Die positive Resonanz hat dazu geführt, dass nun in einer Zusammenarbeit des kaufmännischen Direktors Alexander Weisser und der Titzer Künstlerin Inge von Mueller ein neues Ausstellungskonzept entwickelt worden ist. Patienten, Besucher und Personal sollen damit zu einem Rundgang durch die lichtdurchfluteten Flure im Erdgeschoss und der ersten Etage inklusive der dort angesiedelten Warteräume animiert werden, der die Sinne anspricht und im besten Fall eine positive Energie beim Betrachter hinterlässt.

„Bilderspur“ lautet das Motto, das Inge von Mueller der ersten Ausstellung nach dem neuen Konzept gegeben hat, die am Freitag, 9. September, mit ihren Gemälden eröffnet wird.

Inge von Mueller hat die Stimmung die ihr Schaffen begleitet, einmal so beschrieben: „Da hängt sie nun, die große Leinwand, steril und leblos, und ich muss sie zum Leben erwecken. Das ist das Geheimnis, um das es geht. Natürlich mit der richtigen Farbe, dem richtigen Strich, zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ Damit wird die „Bilderspur“ zum wechselseitigen Spannungsbogen zwischen Betrachter und Künstlerin.

Inge von Mueller ist im Raum Hannover geboren und aufgewachsen und studierte bei Prof. Max Seiz in Schwäbisch Gmünd, Thomas Egelkamp, Bonn, sowie auf der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn ( Malerei, Bildhauerei und Philosophie). Seit 1980 präsentiert sie ihre Werke in Gruppen- und Einzelausstellungen.

Ganz bewusst verzichtet Inge von Mueller auf Titel für ihre Werke, die trotz der Abstraktheit impulsive Realität vermitteln. Impulsiv durch die Farbgebung lässt sich in der flächigen Verteilung der Einzelfarben und in deren ineinander greifenden Homogenität Figürlichkeit bis hin zu einer komplexen Handlung erahnen. Die Fantasie des Betrachters darf der Empfindung des Moments folgen, ohne von einer Betitelung auf eine Schiene gesetzt worden zu sein.

Wenn ein Gemälde etwas besonders Geheimnisvolles in sich birgt, mag es unter anderem an der Herkunft der Farbpigmente liegen. So hat die Künstlerin diese beispielsweise gemeinsam mit ihrem Ehemann an der Steilküste der Algarve mit kleinen Löffeln aus dem Sandstein gekratzt.

Die Ausstellung wird vom 9. September bis zum 30. Dezember zu besichtigen sein. Bereits jetzt darf behauptet werden, dass das St. Josef-Krankenhaus die Kunst- und Kulturszene in Linnich und der Umgebung mit dem neuen Ausstellungskonzept qualitativ bereichern wird.

Die „Bilderspur“ von Inge von Mueller schafft eine hervorragende Basis als Auftakt in eine erhofft länger andauernde Ausstellungsserie auf hohem Niveau.

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