Künstlerin Sabrina Schelker zeigt erste große, eigene Ausstellung

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Teil der ersten großen Ausstellung: Auch dieses Triptychon zeigt Sabrina Schelker aus Selgersdorf bei „The Song of Saudade“ im niederländischen Heerlen. Die Ausstellung wird morgen eröffnet und geht bis zum 29. Mai. Foto: Król
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Sabrina Schelker stammt aus Selgersdorf, lebt und arbeitet jetzt in Aachen. Foto: Król

Selgersdorf/Aachen. „Kunst ist für mich, lebendig sein“, sagt Sabrina Schelker, die sich aufgemacht hat, die Kunstszene zu erobern. In Selgersdorf aufgewachsen und in Jülich zur Schule gegangen, lebt und arbeitet die junge Frau seit gerade einmal einem Jahr in Aachen. Nach ihrem Abitur begann sie ein Studium der Literaturwissenschaften und der Philosophie in Gießen, doch schon bald erkannte sie, dass ihr das nicht genug war.

Sie wollte mehr und griff ihre alte Leidenschaft, die Kunst, wieder auf. „In meiner Familie sind alle Frauen künstlerisch tätig. Das geht bis auf meine Uroma zurück“, erklärt sie und auch sie hat bereits in frühester Jugend gemalt.

Bereits im Kind hatte der bekannte Künstler Friedrich von Böhmches das großes Talent erkannt, sie an die Hand genommen und an die Kunst herangeführt. Es folgten dann auch Jahre, in denen sie von der Malerei nichts mehr wissen wollte, doch seit 2012 beschäftigt sie sich intensiv wieder mit der Kunst. Und mittlerweile haben sich auch die ersten Erfolge eingestellt.

Sie nahm an einer Reihe von Gemeinschaftsausstellungen teil, arbeitet bereits mit einer Online-Galerie zusammen und startet am Sonntag, 1. Mai, in Heerlen/Niederlande in „t blauwe Huis“ ihre erste große Einzelausstellung.

Mehr als 30 Arbeiten, teilweise in einer Größe von zweimal zwei Metern, präsentiert sie dort. Ihre bevorzugte Technik ist das „Dripping“ mit dem sie mal fließend, mal tropfend ihre Farben aufträgt, Strukturen entwickelt und aus dieser Basis heraus ihre Frauengestalten entstehen lässt. „The Song of Saudade“, hat sie diese Serie getauft, denn der portugiesische Begriff, der sich nur schwer ins Deutsche übersetzten lässt, steht am Anfang ihrer Arbeit.

„Saudade ist die Hochzeit zwischen Traurigkeit und Freude. Es steht für Gegensätzlichkeit. Es ist Sehnsucht, Gefühl und Sinnlichkeit aber auch Verstand und Bewusstsein. Saudade ist eine wunderbare Melancholie“, versucht sie diesen Begriff, der sich auch im Fado widerspiegelt, zu erklären.

Eigene Handschrift

Und so gestaltet sie auch ihre weiblichen Figuren, die sie in dünnen Linien auf ihre Basics aufträgt. Sie lassen an Matisse und Gauguin denken, manchmal auch an Picasso, tragen aber immer die eigene Handschrift der Künstlerin. Und so sagt sie dann auch selbst: „Meine Figuren sind nicht so wichtig. Das Gefühl „Saudade“ muss sich widerspiegeln in ihrer Haltung, ihrer Gestik und dem Blick“.

Dabei arbeitet die Künstlerin überwiegend mit leuchtend bunten Neonfarben und ist in ihrer Technik noch einen Schritt weitergegangen. Um den Eindruck von Tiefe zu verstärken, hat sie reliefartig gearbeitet, verschiedene Materialien verwandt und hat dabei sogar auf Stoffe aus der Natur zurückgegriffen.

Die Ausstellung im „t blauwe Huis“ wird am 1. Mai um 14 Uhr eröffnet und ist bis zum 29. Mai zu sehen. Die Künstlerin und ihre Arbeit vorstellen wird Heinz Ess, Kunstexperte und größter westeuropäischer Dali-Sammler. Kr.

 

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