Künstler gehen in Körrenzig über Grenzen hinweg

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Körrenzig. „Wir leben aktuell in einer Zeit, die extrem durch Veränderung bislang geltender Grenzen gekennzeichnet erscheint. Das bezieht sich auf viele Bereiche des Lebens“, sagt Ursula Schulze, Mit-Initiatorin des Kunstraum-Körrenzig.

Den Titel „Über Grenzen – hinweg“ wählten die Künstler Issmat Abdulkader (Malerei), Dieter Fleischmann (Fotografie), Homeira Kamali-Novin (Malerei), Klaus Kaufmann (Konzeptkunst, Skulpturen), Jo Stein (Konzeptkunst, bildnerische Kunst) und Andrea Zang (Malerei) für ihre Ausstellung, die sie am Samstag, 6. Juni, von 14 bis 20 Uhr und Sonntag, 7. Juni, von 11 bis 18 Uhr auf dem Hof der Eheleute Schulze, Hauptstraße 51, in Körrenzig zeigen. Eröffnet wird die Schau am Freitag, 5. Juni, um 19 Uhr.

Auf ganz unterschiedliche Weise haben sich die Künstler mit diesem Thema beschäftigt. Ihre Bildwelten stehen der Realwelt entgegen, der individuelle künstlerische Prozess kann als ein imaginärer Grenzgang zwischen diesen beiden Welten betrachtet werden.

In den Bildern „my only crime was loving another woman“ porträtiert Jo Stein einen Menschen, der offenbar die emotionale Grenzerfahrung der Liebe auf tragische Art hat erfahren müssen.

Flüchtlingsthematik

In der Skulptur „Das sind die anderen“ von Klaus Kaufmann erleben die Betrachter die Gegenüberstellung und Abgrenzung inklusive Trennungslinie. Die Arbeit „Das Archiv“ erinnert eindrücklich an die schwerwiegende Bedeutung menschlicher Werte.

Dieter Fleischmann fotografiert Räume aus geografischen Grenzregionen wie Estland, visualisiert ein Gefühl von Aus-der-Zeit-gefallen-sein, von Verlassenheit, poetischer Ziellosigkeit, Wehmut.

Obschon Issmat Abdulkader sein Heimatland verlassen musste, erschafft er Bilder grenzenloser Fantasien, die an Geschichten aus 1001 Nacht erinnern, prächtig und farbenfroh. Aktuell ist das grausame Schicksal syrischer Flüchtlinge sein Thema. Kunst stellt er als „trotzdem“ gegen den Schrecken dar.

Homeira Kamali-Novin kreist in ihren Bildern um „Strukturen als Fingerabdrücke des Ursprungs. Es sind Wellen, Schwingungen, Interferenzen, die sich in der Natur eingegraben haben.“

Andrea Zang visualisiert symbolhaft in den Bildern dieser Ausstellung die Ambivalenz europäischer Spitzenpolitiker, die zwischen politischen Zwängen und eigenverantwortlichem Handeln hin und hergerissen werden.

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