Aldenhoven/Kreis Düren - Kritik zurückgewiesen: „Dienstwagen gibt es längst nicht mehr“

Kritik zurückgewiesen: „Dienstwagen gibt es längst nicht mehr“

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Aldenhoven/Kreis Düren. Die CDU- und FDP-Fraktion im Dürener Kreistag weisen die Kritik der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Aldenhoven zum Kreishaushalt zurück. Der FWG-Fraktionsvorsitzende Dieter Froning verfahre nach dem Motto „Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen“.

Froning zeichne Teile der Debatte nach, die der Verabschiedung des Kreishaushalts 2014/15 vorausgegangen war. Die Fragen, die er jetzt, noch einmal aufwirft, seien seinerzeit samt und sonders von der CDU- und FDP-Kreistagsfraktion beziehungsweise Landrat Wolfgang Spelthahn als Leiter der Kreisverwaltung Düren beantwortet worden.

Nun gut, so die Vorsitzenden der beiden Kreistagsfraktionen Karl Schavier (CDU) und Rudi Frischmuth (FDP), die Kommunalwahlen stünden vor der Tür, da wolle man Präsenz zeigen.

„Sich zu Wort zu melden zählt für manchen aber offensichtlich mehr, als etwas zu sagen zu haben.“ So wiederhole Froning die Forderung, der Kreis möge den Dienstwagen für seine Dezernenten abschaffen. Die Antwort sorgte seinerzeit für Schmunzeln, heute wohl eher für Kopfschütteln: Den Wagen gibt es nämlich längst nicht mehr, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Das sei symptomatisch, denn auch Fronings weiteren Hinweise seien längst abgearbeitet. Die von ihm geforderte Abschaffung der beitragsfreien Kindergartenjahre sei deshalb vom Tisch, weil die breite Mehrheit des Kreistages nicht zwischen Kindern von mehr oder weniger finanzstarken Eltern unterscheiden wolle.

Auch die Zukunft des Freizeitbades Kreuzau sei entschieden: Es bleibt bestehen. Selbst eine Schließung würde keinen einzigen Vorteil bringen, nicht einmal einen finanziellen. Denn die Beschäftigten erst zu entlassen und dann finanziell zu unterstützen, wäre ja ein Verlierer-Modell für alle, betonen Schavier und Frischmuth.

Es gebe für Fronings Hinweise lauter plausible Antworten, die längst bekannt seien. Und seine Einschätzung, Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) verstecke sich in punkto Kreishaus-Organisation hinter Gutachten, sei eine politische Nebelkerze. Denn weitere konkrete Sparvorschläge wären vor der Verabschiedung des Doppelhaushaltes willkommen gewesen.

Da war es an der Zeit, sich konstruktiv zu beteiligen. Doch selbst die 15 Bürgermeister der Kommunen im Kreis, die naturgemäß ein großes Interesse an einer sparsamen Wirtschaftsführung des Kreises haben, hätten letztlich nur einen einzigen Vorschlag unterbreiten können, der tatsächlich umgesetzt worden sei. „Das ist kein Zufall, sondern ein beredtes Zeichen. Die Verschwendung, die Herr Froning herbeifabulieren will, gibt es gar nicht“, schlussfolgern Schavier und Frischmuth.

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