Kreisliga A: Ein Spätstarter auf Tuchfühlung zur Spitze

Von: hfs.
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In den bisherigen 184 Spielen der Kreisliga A wurde mit harten Bandagen gekämpft. Insgesamt 21 Spieler wurden mit Gelb-Rot frühzeitig vom Platz gestellt. Dreimal waren es Akteure vom FC Düren 77, drei beim SC Ederen, Lohn führt mit sechs Matchstrafen die Tabelle an. Rotsünder gab es insgesamt 15. Foto: hfs.

Jülich/Düren. „Es gibt keinen besseren Verein zum Arbeiten. Die Gegebenheiten sind bestens, eine tolle Platzanlage, ein tolles Umfeld“, sagt Jürgen Gehlen, Trainer von Jugendsprort Wenau II. Trotz der seiner Meinung nach „hervorragenden Bedingungen“ wird er zum Saisonende aufhören. Mit ihm geht auch sein Stellvertreter Markus Lürken.

Als die beiden das Aus in Wenau nach Ende der Hinrunde verkündeten, waren die Verantwortlichen zuerst einmal überrascht. „Aber berufsbedingt geht es einfach nicht mehr“, sagt Gehlen, der insgesamt vier Jahre lang als Coach arbeitete. Verabschieden wollen sich beide mit dem Klassenerhalt. „Dies war und bleibt unser Ziel“, bekräftigt Gehlen, der die Mannschaft auch in die Kreisliga A führte.

Seit zwei Wochen läuft die Vorbereitung, die nach seiner Aussage nicht besser über die Bühne gehen könnte. „Alle ziehen mit, alle sind dreimal in der Woche auf dem Platz“, lobt er die Akteure, die morgen ein Testspiel beim B-Ligisten SV Mersch bestreiten. „Danach geht es noch gegen den TuS Langerwehe sowie gegen den SV Breinig, ehe wir zum Rückrundenstart zu Hause auf Grün-Weiß Welldorf-Güsten treffen“, verrät er und hofft, dass bis dahin ein großes Manko aus der Hinrunde einigermaßen behoben sein wird. „Wir müssen einfach abgebrühter werden, müssen mehr Geduld beim Abschluss zeigen. Aber meine Mannschaft möchte immer schnell möglichst mit drei Toren Vorsprung führen. Und dann liegen wir 1:2 zurück, weil alle zu offensiv sind“, bemängelt er.

Mit diesem ungestümen Drang, so sagt der scheidende Trainer, seien viele Punkte verschenkt worden. „Die Mannschaft belohnt sich einfach nicht für den Aufwand, der betrieben wird.“ Mit 14 Punkten rangiert Wenau auf Platz 10. Für Gehlens Rechnung, den Klassenerhalt definitiv zu sichern, fehlen noch 19 Punkte. „Wenn wir in der Rückrunde die Möglichkeiten konsequent nutzen, dürfte es kein Problem werden, diese Punkte auch zu holen.“ Zu- oder Abgänge musste man nicht hinnehmen. Da ab 1. April auch die A-Jugendlichen der Jugendsportler eingesetzt werden können, ist das Trainergespann mehr als zuversichtlich. „Dann können wir über weitere sechs gute Leute verfügen, haben bei der Aufstellung absolut keinerlei Probleme“, blickt Jürgen Gehlen mehr als optimistisch in die Zukunft als A-Ligist.

SC Merzenich

„Die Trainingsbeteiligung muss sich einfach verbessern, denn die ist schlecht.“ Ohne Umschweife kommt SC Merzenichs Spielertrainer Presley Lubasa auf den Punkt. Seit zwei Wochen läuft seine Vorbereitung, viele Spieler seines insgesamt 22-köpfigen Kaders sind dabei. „Aber während der Meisterschaft kommen einfach zu wenige, dies muss sich ändern, auch wenn berufsbedingt immer welche nicht trainieren können.“ Wenn er auf die bisher eingefahren 18 Punkte aus 13 Spielen blickt, dann sind dies in seinen Augen einfach zu wenige. „In der Defensive haben wir zu viele Fehler gemacht, haben dadurch die 26 Gegentreffer kassiert“, moniert er, macht aber nicht nur seiner Defensivabteilung einen Vorwurf. „Die Abwehrarbeit fängt schon vorne im Sturm an, wir müssen diesbezüglich einfach mehr arbeiten, das Zusammenspiel muss sich deshalb zwischen den beiden Abteilungen verbessern.“

Abgänge gab es beim SC nicht. Dafür kamen aber drei neue Spieler hinzu. Zum einen Rückkehrer Nico Wellens vom Landesligisten Sportfreunde Düren, Torhüter Marvin Tischer vom Bezirksligisten FC Inden/Altdorf, ebenfalls ein ehemaliger SCler, sowie Jannic Michner vom TSV Stockheim. „Die werden uns verstärken“, ist Lubasa überzeugt. Dass man den Auftakt gegen den Türkischen SV Düren zu Hause gewinnen will, hebt er hervor. „Denn mit diesem Schwung will ich ein erfolgreiche Rückrunde starten“, bleibt Lubasa bei seiner Einschätzung, einen Platz unter den ersten fünf Mannschaften erreichen zu können.

FC Düren 77

„Es hätte nicht besser laufen können“, betont Michael Servos, der zu Beginn der Saison beim FC Düren 77 als Trainer anheuerte. Der Start verlief alles andere als verheißungsvoll. Drei Remisspiele, eine Niederlage in Rurdorf. „Kompliment noch im Nachhinein an meine Mannschaft und den Verantwortlichen, dass die Ruhe bewahrt wurde.“ Hinzu kamen mehr als schlechte äußere Bedingungen. „Spiele fielen aus, weil wir keinen Platz hatten“, sagt Servos, war froh, dass der eigene Aschenplatz dann doch noch ab September genutzt werden konnte. Und der FC legte los, feierte Sieg um Sieg, um zum Ende der Hinrunde auf Platz 2 zu überwintern. „Natürlich war das mehr als erfreulich, aber wir heben jetzt mit nur zwei Punkten Abstand und einem Spiel weniger zum Tabellenführer nicht ab“, ist sich der FC-Coach aber auch sicher, „dass wir in der Rückrunde von keiner Mannschaft mehr unterschätzt werden, wir es ungleich schwerer bekommen.“ So ist der Blick hin zur Tabellenspitze, absolut kein Thema. „Damit beschäftigen wir uns nicht, wir wollen weiterhin viel Spaß beim Fußball haben, wollen, wenn man es so sagen kann, alles an Spielwitz raushauen, damit auch unsere Fans zufrieden sind.“ Wenn dann noch mehr Konstanz in das Spiel kommt, die Chancenauswertung sich noch einen Tick verbessert, wäre Michael Servos mit seiner Mannschaft restlos glücklich.

Beim FC 77 gibt es keine Abgänge, neu zur Mannschaft stießen Andreas Köhnen von Alemannia Lendersdorf sowie Sameth Akzoy vom Türkischen SV Düren. Das erste Spiel der Rückrunde absolviert der FC bei Salingia Barmen.

Die fairste Mannschaft nach der Hinrunde ist der SV Hambach. In den 13 Spielen gab es nur 26 Verwarnungen, keine Matchstrafen oder Rote Karte. Die meisten gelben Kartons sahen Spieler des SC Ederen (47), gefolgt von Rhenania Lohn (38.), das mit fünf Matchstrafen und zweimal Rot das Schlusslicht der Fairnesstabelle ist.

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