Kreisliga A: Der Tabellenletzte bläst forsch zur Aufholjagd

Von: hfs.
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„Die Moral ist gut, die Jungs ziehen mit“, sagt Ederens Trainer Georg Rothkranz. Deshalb glaubt man beim SCE auch weiterhin fest an den Klassenerhalt. Foto: hfs.

Jülich/Düren. Im dritten Teil des Blicks auf die Fußball-Kreisliga A im Vorfeld der Rückrunde stehen der SC Ederen, Jugendsport Wenau II und der SV Kelz im Mittelpunkt der Betrachtung.

SC Ederen: Wenn man eine kleine Serie hinlegt, zwei oder drei Spiele gewinnt, dann sieht die Fußballwelt schon anders aus“, sagt Ederens Trainer Georg Rothkranz, der mit seiner Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz der A-Liga steht. Dass der SCE noch die „Kurve“ kriegt, die Liga halten kann, davon ist der Trainer überzeugt. „Die Moral ist gut, die Jungs ziehen mit, die besten Vorzeichen also, dass wir es schaffen können.“ Bereits seit zwei Wochen bestreitet der SC Ederen seine Vorbereitung. „Wir müssen etwas aufholen, deshalb haben wir früher angefangen, obwohl wir natürlich nicht die besten Voraussetzungen haben und hinsichtlich der spielerischen Möglichkeiten stark eingeschränkt sind.“

Nicht zu kompensieren

Trainer Rothkranz hat nicht nur die Gefahr des Abstiegs erkannt, sondern hat auch die Gründe analysiert, warum sein SCE zurzeit Schlusslicht ist. „Da war zum einen der Ausfall von Antonio Sindaco. Der hat uns fast vier Monate gefehlt. So einen Ausfall können wir hin und wieder kompensieren für ein Spiel, aber wir können ihn nicht ersetzen“, nennt der Ederner Coach einen Grund.

Des Weiteren hätte der Ausfall der beiden Stürmer Jens Engert (Gesundheit) und Markus Sodekamp (Beruf) die gesamte Angriffsreihe gesprengt. Wenn dann auch noch ein Marco Peters – „ein hervorragender Mann in der Abwehr“ – ausfällt, sei man in personeller Hinsicht an die Grenzen gestoßen. „Diese Ausfälle über eine gesamte Hinrunde sind nicht zu kompensieren“, meint Rothkranz, stellt aber auch fest, dass Spieler aus der Reserve sich diesbezüglich „aufgedrängt“ haben, gute Optionen für die Rückrunde seien.

Dazu zählt zum Beispiel ein Akteur wie Julian Schmitz oder aber Rückkehrer Daniel Wilden, der reaktiviert wurde. Aber auch auf die Erfahrung von Sean King (SV Brachelen) vertraut der Ederner Übungsleiter. „Der bringt Erfahrung und die Ruhe mit und wird unsere Abwehrreihe sicherlich stabilisieren. Denn wir haben in der Hinrunde einfach zu viele Gegentore bekommen.“ Dies, so Rothkranz, deutete sich bereits an, als mit Tobias Göbbels ein Spieler zu Saisonbeginn berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung gestanden habe. „Er hinterließ eine große Lücke, die haben wir nicht füllen können.“

Da mit Beginn der Rückrunde aber viele „Baustellen“ geschlossen werden können, setzt Rothkranz auf den Ligaerhalt. „Wir sind dabei, eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive hin zu bekommen.“ Daran wird aber noch gearbeitet, zum Beispiel beim Winter-Cup in Brachelen, wo der SCE gegen Würm-Lindern und Lich-Steinstraß spielen muss. Hinzu kommen noch zwei Testspiele, eines gegen Langbroich/Schierwaldenrath und das letzte gegen den SV Brachelen. Den Liga-Auftakt bestreitet Ederen zu Hause gegen den Türkischen SV Düren. „Eine mehr als schwere Aufgabe“, weiß der Trainer des Tabellenletzten schon jetzt.

Jugendsport Wenau II: Die Hinrunde war nur wenige Wochen alt, da musste Jugendsport Wenau II nach dem Abgang von Neu-Trainer Sascha Bohne auf die Suche nach einem Nachfolger gehen. Schnell wurde man allerdings fündig, präsentierte mit Manfred Stärk einen Fachmann, der sich schnell einarbeitete. Obwohl, so sagt er im Nachhinein, „es relativ schwierig war, denn ich musste mich ja mit der Gegenseite schnell arrangieren und feststellen, welche Spieler zur Verfügung standen.“

Als dann auch noch mit Nico Meulenberg der Torwart von Bord ging, sei es erste Priorität gewesen, diese „Stelle“ so schnell wie möglich zu besetzen. „Aber Gott sei Dank stand mein Co-Trainer Ralf Schumacher trotz seiner 40 Jahre zur Verfügung“, sagt Stärk, und präsentiert mit Alex Lück (SG Stolberg) zur Rückrunde einen neuen Keeper. Weitere Neuzugänge sind Dominik Frings (Gürzenicher FC ) und Michael Steinfeld (Breinig II).

„Damit ist unser Kader groß genug, es gibt Alternativen“, betont Stärk, hofft, dass man an das letzte Spiel gegen Ederen (4:3-Sieg) anknüpfen kann. „Dieser Erfolg sorgte nochmals für eine gewisse Distanz zum Tabellenende“, geht Manfred Stärk nun von Platz 12 aus das Ziel Ligaerhalt an. „Die ersten drei Paarungen gegen Hambach, Barmen und Schmidt sind richtungsweisend“, sagt der Wenauer Übungsleiter. Natürlich setzt der Trainer auf neun Punkte aus diesen drei Partien. „Aber wenn es nur sechs sein sollten, können wir uns auch damit arrangieren.“

Testspiele sind ebenfalls terminiert. Am 29. Januar steht ein Spiel beim A-Ligisten Armada Euchen-Würselen an, gefolgt von der Partie bei Columbia Donnerberg (2. Februar), ebenfalls in der Aachener A-Liga ansässig, gefolgt vom B-Ligisten Kohlscheider BC II (12. Februar) sowie am 19. Februar gegen Rot-Weiß Lamersdorf, ebenfalls ein B-Ligist. Und am Aschermittwoch lässt Manfred Stärk auch spielen. Dann geht es gegen den Aachener A-Ligisten SC Berger-Preuß.

In puncto weitere Zusammenarbeit lassen sich die Beteiligten noch Zeit. „Wir warten zuerst einmal den Rückrundenstart ab. Dann werden wir uns im Frühjahr zusammensetzen.“

SV Kelz: Ob man weiter zusammenarbeiten wird, steht offiziell noch nicht fest, sagt der Kelzer Trainer Peter Eschweiler. Dass sich eine Tendenz zur Fortsetzung nach zwei Jahren abzeichnet, will er allerdings nicht leugnen. Denn eines steht fest. Als Aufsteiger lieferte der SV eine mehr als exzellente Hinrunde in der neuen Umgebung ab. Aktuell steht man auf Platz 7, hat allerdings noch zwei Nachholspiele zu bestreiten. „Sollten wir die gewinnen, ja dann ist noch Tabellenplatz 2 möglich“, lacht Eschweiler, stellt seiner Mannschaft ein hervorragendes Zeugnis aus. „Dass wir so erfolgreich gespielt haben, ist der tollen Teamleistung zu verdanken.“

So will und kann Eschweiler auch keinen „besonderen“ Akteur hervorheben. „Wir mussten über die gesamte Saison immer wieder Stammspieler ersetzen, keine zwei Spiele wurden mit der gleichen Mannschaft absolviert. Aber es stand immer ein Team auf dem Platz.“ So wurden in der gesamten Hinrunde von 15 Spielen nur fünf verloren. Obwohl man einen holprigen Start hinlegte, nach den ersten fünf Spielen nur sieben Punkte auf der Habenseite standen.

„Aber danach blieben wir neun Wochen unbesiegt“, hebt Eschweiler „eine tolle Leistung“ hervor. Die mit der Rückrunde - erstes Spiel ist zu Hause gegen den Spitzenreiter Winden - fortgesetzt werden soll. Dann wird auch Tim Hansen erstmals nach seinem erlittenen Kreuzbandriss wieder im Team sein. Zuvor absolvieren die Kelzer noch Testspiele gegen Alemannia Lendersdorf, TuS Zülpich, Viktoria Gevenich und gegen die Sportfreunde aus Düren.

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