Kreishaus hat am Jülicher Markt Priorität

Von: Volker Uerlings
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Das Alte Rathaus (orange) kann laut Landrat nur in Verbindung mit einem Neubau auf der Fläche der Rathauspassage zu einem Jülicher Kreishaus mit allem Drum und Dran werden. Darüber wird nun verhandelt. Foto: Uerlings

Jülich. Die Jülicher Stadtverwaltung hat sich dem möglichen Verkauf des Alten Rathauses an den Kreis grundlegend gewidmet. Bei einer Veräußerung an den Kreis, der dort das Jülicher Kreishaus errichten will, sei natürlich auch die Wirtschaftlichkeit zu betrachten und die strategische Frage, ob die Stadt ihren einzigen Besitz am Markt aufgibt.

Das hat beim Landrat Irritationen ausgelöst, dessen Verwaltung gerade den Kauf des früheren Stüssgen-Grundstückes vorbereitet und neben dem Alten Rathaus auch einen Neubau plant. Im Fachausschuss am Donnerstag machten einige Politiker ihre Position deutlich: Das Projekt dürfe nicht gefährdet werden, weil es für die Innenstadt zu wichtig sei.

In diese Richtung äußerte sich Ausschussvorsitzender Peter Capellmann, dessen Parteifreund Wolfgang Gunia (CDU) untermauerte: „Wir wollen die Menschen in die Stadt bringen und das Zentrum attraktivieren – und nicht das große Geschäft machen.“ Natürlich soll die Immobilie auch nicht „verschenkt“ werden, aber Ende Januar liegt ein Wertgutachten vor, dann sehe man klarer. Dr. Lutz Baumgarten (Grüne) hat am Donnerstag eine Zwischenlösung vorgeschlagen: Über Erbbaurecht könnte der Kreis wirtschaftlicher Besitzer werden, aber die Stadt verliere ihre Ansprüche langfristig auch nicht. Auch das soll geprüft werden.

Beigeordneter Martin Schulz erklärte für die Verwaltung die Beweggründe: Das Alte Rathaus sollte grundsätzlich thematisiert werden sollte. „Wir wollen nichts verzögern.“ Die Verwaltung hätte schließlich auch den Umzug ihrer Ämter vom Markt schnellstens geschafft und der Jobcom die Räume zur Verfügung gestellt.

Die Signale waren klar: Wenn das Wertgutachten vorliegt, werde man auch mit dem Kreis eine Lösung finden, damit das Projekt realisiert werden kann.

Der Ausschuss hörte am Donnerstag zudem zwei Vorträge von privaten Investoren und Planern, die am Walramplatz einen Lebensmittelmarkt oder Geschäfte inklusive Parketagen schaffen wollen – es sind drei weitere. Der Standort ist ein begehrtes Pflaster.

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