Jülich - Kreis plant in Jülich erste eigene Kita

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Kreis plant in Jülich erste eigene Kita

Von: -vpu-
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Vom Wildwuchs befreit und theoretisch bebaubar: das Areal des alten Jülicher Kreisbahnhofs an der Adolf-Fischer-Straße. Foto: Uerlings

Jülich. Im August benötigen nach bisherigen Erkenntnissen die Eltern von fast 100 Kindern in Jülich eine verlässliche Betreuungslösung. Das ist bekannt und hat schon zu langen Diskussionen im Rathaus und Sondersitzungen geführt. Die Stadt steht zwar nicht direkt in der Verantwortung, wollte aber helfen.

Dabei gab es einen vorläufigen Beschluss, weil der Stadtrat zwar mit einer neuen Kindertageseinrichtung einverstanden ist, nicht aber mit dem vermeintlich einzig möglichen Ort (alte Realschule). Dennoch wurde die Realschule auf dem Papier benannt, um die Finanzierung beim Land nicht zu gefährden. Kurz nach dem Beschluss hat der Kreis Düren als Jugendhilfeträger auf das Jülicher Unbehagen reagiert. Er plant nun erstmals eine eigene Kita – in Jülich.

Wie in zwei Ausschusssitzungen in den letzten Tagen bekannt wurde, soll diese Kreis-Kita auf dem früheren Jülicher Kreisbahnhof (Adolf-Fischer-Straße) entstehen. Ein Bauvorbescheid wurde beantragt. Auf der Fläche wurde vor Wochen der Wildwuchs beseitigt. Sie befindet sich im Eigentum des Kreises beziehungsweise einer seiner Gesellschaften.

Grundsätzlich wäre hier der Bau einer dreigruppigen Betreuungseinrichtung rechtlich möglich. Allerdings befindet sich das Grundstück in der Nähe von Industrie und Gewerbe. Insofern sind mit Blick auf die Lärmbelastung Nachweise zu erbringen. Wenn „insbesondere die Untere Immissionsschutzbehörde eine positive Stellungnahme“ abgibt, „hat der Antragsteller einen Anspruch auf Erteilung eines Vorbescheides“, lautet die Einschätzung der Stadtverwaltung.

Vielleicht ist das letzte Wort zum Kita-Standort noch nicht gesprochen. Landrat Wolfgang Spelthahn sagte auf Anfrage unserer Zeitung: „Die Stadt kann doch ein Grundstück vorschlagen. Das hat immer Vorrang.“

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