Krankenhaus: Trägerwechsel lieber heute als morgen

Von: hfs.
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Hoffen, dass die Ubernahme des Krankenhauses bald perfekt ist: die Mitarbeitervertreter (v.l.) Heike Göbel, Jakob Muckenheim, Ingrid Sauer, Anke Schiffer, Thomas Kreutz, Dr. Marcus Flucht, Dr. Jan Arnig, Elke Fischer. Foto: hfs.

Jülich. Die Fahne der Malteser weht noch am Haupteingang des Jülicher St. Elisabeth-Krankenhauses. Ihr schlaffer Zustand gibt aber nicht die Stimmung wieder, die im Hause herrscht. Im Gegenteil, die rund 300 Mitarbeiter können den Tag nicht abwarten, an dem die Fahne entfernt wird und durch das Logo der Caritas Trägergesellschaft West (ctw) als neuer Besitzer ersetzt wird.

„Gott sei Dank ist die Ära Brauers vorbei.” Knapp und offen bringt es Dr. Marcus Flucht auf den Punkt. Der Oberarzt gehört zum Vorstand der Mitarbeitervertretung (MAV).

Die erlebt mit ihrer Vorsitzenden Ingrid Sauer nach eigenem Bekunden seit Anfang Juli, was es heißt, sich auf Entscheidungen verlassen zu können. „Man wird als Mitarbeiter und Mensch gesehen, man ist eine Dienstgemeinschaft, man fühlt sich wieder eng mit dem Krankenhaus verbunden. Der oder die Angestellte wird wieder ernst genommen, es interessiert sich jemand für deine Arbeit.” Ingrid Sauer beschreibt den Ist-Zustand, der im Krankenhaus herrsche. „Wir sehnen den Tag herbei, an dem die Caritas offiziell unser Haus übernimmt.”

Inoffiziell hat die ctw dies mit der Unterzeichnng eines so genannten Geschäftsbesorgungs-Vertrages mit dem Malteserorden bereits am 10. Juli. Rechtskräftig ist die Übertragung des Standortes aber noch nicht. Denn der Kreis saß beim Notartermin als Eigentümer nicht mit am Tisch. „Man hat uns gesagt, dass der Kreis von Anfang an mit im Boot saß”, gibt Ingrid Sauer Informationen wieder, die den Mitarbeitern Anfang des Jahres kundgetan wurden - vom damaligen Geschäftsführer Brauers. Dem widersprach der Kreis allerdings in einer Stellungnahme.

„Die Mitarbeiter hoffen, dass die Politik nun nach der Kommunalwahl schnellstmöglich Klarheit schafft”, erinnert Vorstandsmitglied Anke Schiffer an den Schwebezustand. „Für unser Haus ist das nicht gut. Die Leute sollen wissen, dass wir froh sind, in solche Hände zu kommen. Die Übernahme ist überfällig, denn die Caritas hat bewiesen, dass sie ihr Geschäft versteht.” Was denn auch dazu führen dürfte, so die Hoffnung des Vorstandes, dass sich neue Ärzte bewerben. Denn fehlen sollen ungefähr zwölf in allen vier Abteilungen. Entlassungen soll es auch nicht geben.
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