Jülich - Krankenhaus Jülich mit guter Prognose

Krankenhaus Jülich mit guter Prognose

Von: Volker Uerlings
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Eine ganz wichtige Tür wurde im Jülicher Krankenhaus bereits erneuert: die zur Intensivstation, wie Bernd Koch (rechts) und Jens Hausschild zeigen. Über 30 müssen laut Brandschutzplan noch folgen. Foto: Uerlings
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Erstmals seit CTW-Trägerschaft hat das Jülicher Krankenhaus kein Defizit produziert.

Jülich. Der Krankenhaus-Standort Jülich ist seit vielen Jahren gleichermaßen wichtig wie schwierig. Aus wirtschaftlichen Gründen war die Lage lange kritisch, jetzt aber hat der „Patient“ einen stabilen Zustand erreicht und zudem eine gute Prognose.

Das geht aus den Informationen hervor, die Krankenhausträger CTW (Caritas-Trägergesellschaft West) auf Anfrage der Redaktion mitgeteilt hat. Nach jahrelangen Defiziten in Millionenhöhe hat St. Elisabeth Jülich 2015 eine „schwarze Null“ geschrieben, wie Geschäftsführer Bernd Koch sagte. Dazu haben auch die 330 Beschäftigten mit einem Tariferhöhungsverzicht einen nicht unerheblichen Anteil beigetragen. Die Vergütungen stiegen im Frühjahr 2015 noch nicht, sondern erst zum 1. Januar 2016. Vor allem aber wird das Haus von den Patienten besser angenommen. Zudem ist die Hauptfachabteilung Geria­trie in greifbare Nähe gerückt.

„Der Landesverband der Kostenträger hat Ende 2015 der Einrichtung einer solchen Abteilung mit 20 Betten zugestimmt. Das ist ein wichtiges Signal“, erklärte Koch. Die Bezirksregierung wird auf dieser Basis im Landeskrankenhausplan eine Empfehlung aussprechen. Im Verlauf des Frühjahrs könnte es den Feststellungsbescheid des NRW-Gesundheitsministeriums und damit die Fachabteilung Altersheilkunde in Jülich geben, hofft der Geschäftsführer.

Das hätte nach Kochs Worten zwei Vorteile. Zum einen könnte Jülich dann auch Geriatrie-Patienten anderer Häuser – etwas aus Linnich oder Eschweiler – aufnehmen. Zum anderen wäre die Abteilung ein zukunftsträchtiges Standbein, das über die Grundversorgung (Chirurgie/Innere) hinaus geht. Ein anderer Schwerpunkt in St. Elisabeth, der stark nachgefragt wird, sei die Pneumologie (Lungenheilkunde), da das Krankenhaus Jülich über zwei Pneumologen verfügt.

Gut möglich ist also, dass sich die Auslastung mit der „amtlichen“ Fachabteilung Geriatrie weiter verbessert. Rund 5700 Patienten wurden 2015 im Jülicher Krankenhaus aufgenommen. Das sind 1200 mehr als zu Zeiten der Malteser-Trägerschaft, berichtete der Kaufmännische Direktor Jens Hausschild in dieser Woche. Vor gut sechs Jahren hat die CTW das Krankenhaus übernommen.

Bis vor zwei Jahren waren jährliche Defizite von ein bis drei Millionen Euro ausgewiesen worden, ergänzt Geschäftsführer Bernd Koch. Im vergangenen Jahr nun die „schwarze Null“. „Das Haus kann sich durch Leistung nun wirtschaftlich fast vollständig tragen. Wir erwirtschaften aber keine großen Überschüsse“, bleibt Koch auf dem Teppich.

So ist auch zu erklären, warum die CTW für die Grundinfrastruktur des Krankenhauses Hilfe bei der Stadt Jülich und dem Kreis Düren beantragt hat. Beide erhalten Fördermittel des Landes nach dem Gesetz zur Kommunalinvestitionsförderung, die ausdrücklich auch für Krankenhauszwecke verwendet werden können. Dem Träger sitzt die Bauaufsicht im Nacken, der die Einhaltung von Brandschutzauflagen, aber auch eine Absicherung der Stromversorgung anmahnt.

Der Stadtrat hat zugestimmt, von seinen Fördermitteln 100.000 Euro für Brandschutztüren (über 30 sind zu erneuern) zur Verfügung zu stellen. Die Stadt muss 10.000 Euro aus eigener Tasche beisteuern. CTW hatte 200.000 Euro beantragt. Wie der Kreistag reagiert, zeigt sich in Kürze. Die geplanten Gesamtinvestitionen summieren sich laut Bernd Koch auf eine Million Euro. Jens Hausschild: „Hier wurde seit zehn Jahren wenig oder fast nichts in die Gebäudeinfrastruktur gesteckt.“

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