Jülich - Krankenhaus Jülich: Kreistag und Landrat fordern ctw-Zusagen

Krankenhaus Jülich: Kreistag und Landrat fordern ctw-Zusagen

Von: -vpu-
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Akteneinsicht: Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.l) und die Spitzen der Kreistagsfraktionen legten im Beisein des Jülicher Verwaltungschefs Heinrich Stommel (l.) Informationen über den Krankenhaus-Streit vor. Foto: Uerlings

Jülich. Der Streit um die Übernahme der Trägerschaft des Jülicher St. Elisabeth-Krankenhauses geht in eine weitere Runde. Am Mittwoch nahmen der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn und die Spitzen aller Kreistagsfraktionen Stellung und reagierten auf jüngste Aussagen des alten Trägers (Malteserorden) und des designierten neuen Trägers ctw (Caritas-Trägergesellschaft West).

Landrat und Fraktionen nähmen die „PR-Offensive”, mit der ctw die Trägerschaft der Jülicher Einrichtung zu gewinnen versuche, „mit Kopfschütteln zur Kenntnis”. Gleichwohl sei man zur Übertragung der Verantwortung bereit, wenn ctw „zuvor endlich ihre lange angemahnten Hausaufgaben” abliefere.

Bei einem Pressegespräch im Jülicher Rathaus nannte Wolfgang Spelthahn drei Forderungen, die erfüllt werden müssten: „Es muss eine rechtlich verbindliche Erklärung geben, dass die Krankenhausstandorte Jülich und Linnich langfristig erhalten bleiben.” Der Kreis erwarte dazu die Vorlage eines umfassenden Konzeptes mit Langfristperspektive für beide Häuser.

Darüber hinaus verlangen die führenden Köpfe im Kreishaus eine ebenfalls verbindliche Erklärung, „dass es an den Krankenhausstandorten Jülich und Linnich langfristige keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird”. Die Caritas Trägergesellschaft West müsse ferner alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügungung stellen, „damit die kartellrechtlichen Bedenken verlässlich ausgeräumt werden können”.

„Wir lassen uns keinen einzigen Arbeitsplatz abkaufen”, sagte der aus Jülich stammende Landrat wörtlich. Und er kündigte an, dass der Kreistag unmittelbar zu einer Sondersitzung zusammenkomme, wenn die Forderungen vertraglich geklärt seien, um der ctw-Trägerschaft zuzustimmen.

Dem Termin in Jülich am Mittwoch wohnten auch die Repräsentanten von CDU (Karl Schavier), SPD (Josef Johann Schmitz), Grünen (Gudrun Zentis), FDP (Rudi Frischmuth), UWG (Heinz Schaaf) und der Linken (Valentin Veithen) sowie der Jülicher Bürgermeister Heinrich Stommel bei.

Der Streit dreht sich um einen Vertrag von 1986, in dem der damals neue Jülicher Krankenhausträger - der Malteser-Orden - dem Kreis Düren im Falle einer Aufgabe das Recht der Rückübertragung des Hospitals zugesteht.
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